Schweden steht vor einem akuten Mangel an Pflegekräften in der Altenpflege und benötigt bis 2033 65.600 zusätzliche Pflegehelfer und Pflegeassistenten. Pflegehelferin Sandra Vilppala kritisiert die Tidöre-Regierung dafür, etablierte ausländische Arbeitskräfte abzuschieben, während sie Lohnanforderungen erhöht, was die Krise verschärft. Sie fordert entweder, die Menschen im Land zu lassen, oder Löhne zu erhöhen, um Personal anzuziehen.
In einem Gastbeitrag in Dagens Nyheter warnt Sandra Vilppala, Pflegehelferin in der häuslichen Pflege, vor wachsendem Personalmangel in der Altenpflege. Laut Sveriges Kommuner och Regioner (SKR) wird die Zahl der über 85-Jährigen in einem Jahrzehnt um etwa 60 Prozent steigen, während die arbeitsfähige Bevölkerung sinkt. Dies erfordert 32 Prozent mehr Pflegehelfer und Pflegeassistenten bis 2033, was 65.600 Personen entspricht. n nVilppala betont, dass der Job anspruchsvoll ist mit niedrigem Lohn und Status, was die Rekrutierung von Schweden erschwert. Derzeit stammen 53 Prozent der Pflegehelfer und 37 Prozent der Pflegeassistenten aus anderen Ländern. Trotz des Mangels erhöhte die Tidöre-Regierung 2023 die Unterhaltsanforderung für Arbeitserlaubnisse auf 29.680 Kronen pro Monat für Nicht-EU-Bürger, mit Plänen auf 33.390 Kronen zu steigern. Zuvor lag der Anspruch bei rund 13.000 Kronen. n nDie Regierung hat auch das „spårbytet“ abgeschafft, das abgelehnten Asylbewerbern eine Chance auf befristete Arbeitserlaubnisse gab, wenn sie im Arbeitsmarkt etabliert waren. Beispiele für Folgen sind Pflegeheime in Harads, die 25 Prozent ihres Personals in zwei Jahren verloren, Abschiebungen von Krankenschwestern in der häuslichen Pflege in Lund und Pflegehelfer in Jörn. Vilppala, eine der wenigen „weißen und in Schweden geborenen“ an ihrem Arbeitsplatz, beschreibt den Beitrag ihrer Kollegen: „Wir leisten Pferdearbeit, stapfen durch Schneematsch, lachen und fluchen abwechselnd.“ n nSie hinterfragt die Regierungspolitik: „Wie wollt ihr 65.600 Beschäftigte in der Altenpflege herbeizaubern?“ Laut Vilppala muss die Regierung entweder etabliertes Personal behalten oder Löhne erhöhen, um eine „Pflegekatastrophe“ zu vermeiden. Der Artikel betont, dass Angehörige die Bedürfnisse nicht decken können, da Pflege Erfahrung und Ausbildung erfordert.