Die schwedische Frauen-Nationalmannschaft im Fußball erlitt eine knappe Niederlage gegen Frankreich im ersten Nations-League-Bronzespiel. Das entscheidende Tor fiel in der 96. Minute aus einer Ecke. Es ist die dritte Niederlage in Folge unter neuem Nationaltrainer Tony Gustavsson.
Das Spiel in Reims endete 1:2 für Frankreich im ersten von zwei Bronzespielen der UEFA Women's Nations League. Schweden ging in der zweiten Halbzeit durch Stina Blackstenius nach einem Lehrbuchangriff in Führung, doch Frankreich glich kurz vor der Pause durch einen umstrittenen Elfmeter von Sakina Karchaoui aus. Der Elfmeter wurde nach einem Foul von Anna Sandberg an Kadidiatou Diani im Strafraum gegeben.
Das entscheidende Tor fiel in der 96. Minute, als Griedge Mbock den Ball per Kopf aus einer Ecke zum Tor headerte. Der Schiedsrichter hatte drei Minuten Nachspielzeit angekündigt, doch das Spiel wurde durch Verletzungspausen und Wechsel verlängert. SVT-Expertin Hanna Marklund nannte es „eine große Enttäuschung, natürlich“, während Elena Sadiku es als „tragisch“ zusammenfasste.
Stina Blackstenius, die für Schweden traf, äußerte Frustration: „Ich bin natürlich unglaublich enttäuscht darüber, wie das Spiel endet.“ Die Niederlage ist die dritte in Folge unter Tony Gustavsson, das Team hat unter seiner Führung noch keine Punkte geholt. Das Rückspiel findet dienstags in der 3Arena in Stockholm statt, wo Schweden einen Sieg braucht, um die Begeisterung vor den WM-Qualifikationen im Frühling aufrechtzuerhalten.
Parallel zum Spiel endete das Finale zwischen Deutschland und Spanien 0:0. Vor dem Spiel betonte Filippa Angeldahl die Verantwortung erfahrener Spielerinnen: „Es erfordert, dass wir, die schon länger dabei sind, mehr Verantwortung übernehmen.“ Experten kritisierten auch die Wechsel in der Halbzeit, wie das Herausnehmen von Angeldahl und Schröder, als „extrem seltsam“ bezeichnet.