Eine Rekordzahl an vertriebenen Kashmiri-Pandits besuchte am 22. Juni den Kheer-Bhawani-Tempel in Ganderbal und verwies dabei auf die verbesserte Sicherheitslage in der Region.
Mehr als 214 Busse transportierten die Gläubigen zum Tempel im Distrikt Ganderbal in Zentralkaschmir. Einheimische Muslime hießen sie willkommen, und regionale Parteien, darunter die National Conference und die People's Democratic Party, nahmen an der Veranstaltung teil. Viele Pandits beschrieben das Gebiet als frei von Angst, was sogar Reisen bei Nacht ermögliche.
Eine spezielle Puja markierte Jyeshtha Ashtam im Tempel. Die siebzehnjährige Anuja Kaul, die Kaschmir zum ersten Mal von Delhi aus besuchte, sagte, die Reise habe sich wie ein Nachhausekommen angefühlt und äußerte den Wunsch, dauerhaft zurückzukehren. Die Gläubigen besuchten zudem Tempel in Anantnag, Kulgam und Kupwara.
Politische Persönlichkeiten reagierten auf die Versammlung. Der NC-Präsident Farooq Abdullah bezeichnete das Mela als ein Symbol der religiösen Harmonie. Die PDP-Führerin Mehbooba Mufti mahnte zu Investitionen in eine gemeinsame Zukunft. Vizegouverneur Manoj Sinha und Regierungschef Omar Abdullah sandten Grüße an die Pandits.