Mehr als tausend Menschen sind in Berlin und Hamburg unter dem Motto »Männer gegen Gewalt« gegen häusliche Gewalt, Femizide und sexuelle Belästigung auf die Straße gegangen. Die Veranstalter wollten damit ein Zeichen für Solidarität mit Frauen setzen und dem Vatertag eine andere Bedeutung geben.
In Berlin versammelten sich die Teilnehmer bei Regen und Hagel auf dem Pariser Platz. Die Organisatoren der Initiative »Männer gegen Gewalt« sprachen von 3500 Menschen, während die Polizei von etwa 800 Teilnehmern berichtete. Redner wie der Komiker Aurel Mertz, die Journalistin Daniela Sepehri und der Aktivist Battal traten auf.
Battal, der selbst häusliche Gewalt erlebt hat, betonte: »Es sind nicht alle Männer, aber es ist immer ein Mann.« Er forderte Männer auf, das Schweigen zu brechen und lauter zu werden. In Hamburg kamen zahlreiche Menschen auf dem Heiligengeistfeld zusammen, organisiert von der Gruppe »Come On Boys«.
Die Demonstranten forderten mehr Mittel für Frauenhäuser, Prävention und spezialisierte Gerichtskammern. Sie setzten sich zudem für die Umsetzung von »Nur Ja heißt Ja« im Sexualstrafrecht ein. Viele Frauen und Kinder nahmen ebenfalls teil.