Eine Studie des Obersten Rates der Arbeitsgerichtsbarkeit (CSJT) zeigt, dass App-Fahrer monatlich über 5.000 R$ für Betriebskosten aufwenden. Der Bericht wurde kurz vor der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (STF) zum Beschäftigungsverhältnis mit Plattformen veröffentlicht.
Das an den TST angebundene CSJT-Dokument legt dar, dass Fahrer mit eigenem Pkw durchschnittliche monatliche Kosten von 5.566 R$ haben, während Fahrer mit Mietfahrzeugen auf 5.706 R$ kommen. Diese Zahlen decken Kraftstoff, Wartung, Wertverlust, Versicherungen, Steuern, mobiles Internet, Bußgelder sowie Verpflegung bei einer täglichen Arbeitszeit von acht Stunden an 22 Tagen im Monat ab. Die Analyse vergleicht diese Ausgaben mit dem durchschnittlichen monatlichen Einkommen dieser Berufsgruppe von 2.996 R$, laut der PNAD Contínua des IBGE für das zweite Quartal 2024. Auf Stundenbasis sinkt der Verdienst auf 15,40 R$ und liegt damit unter den 16,80 R$ für herkömmliche Arbeitnehmer. Die Studie hebt die algorithmische Unterordnung hervor: 91,2 % der Fahrer haben keine Kontrolle über die Tarife und 76,7 % können ihre Kunden nicht wählen. Der TST-Präsident, Minister Luiz Philippe Vieira de Mello Filho, erklärte, dass dieses Modell eine Verletzung der Würde der Arbeitnehmer darstelle. Brasilien zählt etwa 1,7 Millionen Plattformarbeiter bei Anbietern wie Uber, 99 und iFood. Der Bericht verweist zudem auf das diesen Monat verabschiedete IAO-Übereinkommen Nr. 193 über menschenwürdige Arbeit in der Plattformökonomie.