Das italienische Institut Unicredit hat seine Beteiligung an der Commerzbank durch ein laufendes Übernahmeangebot auf 37,68 Prozent gesteigert. Trotz eines unter dem aktuellen Kurs liegenden Angebots wurden weitere Aktien angedient.
Unicredit gab am Dienstag bekannt, dass Anteilseigner im Rahmen des seit Anfang Mai laufenden Angebots 10,91 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient haben. Dadurch steigt der Anteil des Mailänder Instituts von bisher 26,77 auf 37,68 Prozent.
Das Angebot sieht vor, je Commerzbank-Aktie 0,485 Unicredit-Papiere zu tauschen. Bei einem Commerzbank-Kurs von 36,80 Euro liegt der Wert damit gut zwei Euro unter dem aktuellen Marktpreis.
Commerzbank wirft Unicredit Irreführung vor. Nach Angaben des Frankfurter Instituts stammen die angedienten Aktien überwiegend von Geschäftspartnern wie der Investmentbank Nomura und nicht von institutionellen Investoren. Ein Sprecher der Commerzbank erklärte, bislang sei keine Annahme durch institutionelle Anleger festgestellt worden. Die Summe der Annahmen durch Privatanleger entspreche nur rund 0,05 Prozent.