DFB-Sportdirektor Rudi Völler fordert, dass die deutsche Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2026 keine politischen Diskussionen mehr unmittelbar vor Spielen haben soll. Er bezieht sich auf negative Erfahrungen aus den WM-Turnieren 2018 und 2022. Völler betont, dass Meinungen frei geäußert werden können, aber nicht am Spieltag.
In einem Interview in der Sport1-Sendung „Doppelpass“ äußerte sich DFB-Sportdirektor Rudi Völler klar zu politischen Einflüssen auf die Nationalmannschaft. „Natürlich wird es keinen Maulkorb geben“, sagte er. Dennoch warnt er vor Wiederholungen wie in Katar 2022: „Aber natürlich kann es nicht sein, wie bei diesem sogenannten Bindendesaster in Katar, dass es praktisch am Spieltag noch Diskussionen gibt.“
Bei der WM in Katar gab es tagelange Debatten um die „One-Love“-Binde aufgrund der Menschenrechtslage im Land. Der Weltverband FIFA verbot die Binde letztlich. Vor dem verlorenen Gruppenspiel gegen Japan legten die Spieler ein Statement ab, indem sie sich beim Mannschaftsfoto den Mund zuhielten.
Völler urteilt: „Die Diskussionen bis kurz vor dem Spiel seien keine gute Idee gewesen. Das darf nicht wieder passieren. Das wird auch nicht passieren. (...) Natürlich kann jeder seine Meinung haben, aber das muss nicht am Tag vor einem Spiel sein.“
Angesichts der politischen Verhältnisse in den USA unter Präsident Donald Trump wird erwartet, dass ähnliche Themen die WM 2026 überlagern könnten. Völlers Position zielt darauf ab, den Fokus des Teams auf den Sport zu legen, basierend auf den Lehren aus Katar.