Ein Le Monde-Video erklärt den Antifaschismus, der als Reaktion auf die erste faschistische Partei im Italien der 1920er Jahre entstand, und seine aktuellen Entwicklungen. Die Gegner dieser Bewegungen haben sich im Laufe der Zeit ebenfalls verändert. Der Begriff 'Antifa' bezeichnet Militante, die sich dem Faschismus und der extremen Rechten widersetzen.
Der Antifaschismus entwickelte sich historisch in Italien Anfang der 1920er Jahre, als paramilitärische Gruppen, die mit Benito Mussolini verbunden waren, gewerkschaftliche und sozialistische Organisationen gewaltsam angriffen. Die Bewegung gewann eine internationale Dimension mit dem Aufstieg Adolf Hitlers an die Macht in Deutschland 1933, dem Spanischen Bürgerkrieg von 1936 bis 1939 und der Bildung rechtsextremer Ligen in Frankreich in der Zwischenkriegszeit. Nach 1945 setzten sich in Frankreich und Italien die Antifaschisten in ihrem Kampf gegen die faschistischen und nationalsozialistischen Regime fort. In Frankreich geht der zeitgenössische Antifaschismus größtenteils auf den Aufstieg des Front National von Jean-Marie Le Pen ab den 1980er Jahren zurück. Seit den 2010er Jahren hat er sich in Reaktion auf aktuelle Bedrohungen erneuert. Das Video mit Einsichten des Soziologen Ugo Palheta, Mitautor von Face à la menace fasciste. Sortir de l’autoritarisme (Textuel, 2021), verfolgt diese Ursprünge und Entwicklungen. Es erwähnt auch die antifaschistische Gruppierung Jeune Garde, die in den Tod des rechtsextremen Militanten Quentin Deranque verwickelt ist. Für mehr über diese neue Generation junger französischer Antifaschisten wird auf eine Untersuchung verwiesen. Diese Produktion ist Teil der Serie 'Verstehen in drei Minuten' von Le Monde des Vertical Videos-Dienstes, die auf TikTok, Snapchat, Instagram und Facebook geteilt wird, um aktuelle Ereignisse zugänglich zu machen.