Wimbledon-Sieger drängt Cobolli dazu, die Reformpläne der ATP für das Doppel infrage zu stellen

Der Wimbledon-Doppelchampion Henry Patten hat den italienischen Einzelspieler Flavio Cobolli dazu aufgerufen, sich gegen die von der ATP vorgeschlagenen Änderungen für Doppelwettbewerbe auszusprechen. Der als „Product 28“ bekannte Plan sieht vor, die Teilnehmerfelder im Doppel ab 2028 zu halbieren und das Preisgeld noch stärker zugunsten der Einzelspieler zu verschieben. Patten erklärte, Cobolli habe sich bereit gezeigt, seine Unterstützung zu äußern, falls er gefragt werde.

Patten äußerte sich dazu in einer Episode des Changeover Podcast. Er merkte an, dass er in Wimbledon mit mehreren Top-Einzelspielern gesprochen habe und dass Cobolli sowie Felix Auger-Aliassime am unterstützendsten reagiert hätten.

Der Vorschlag der ATP sieht vor, die Doppel-Teilnehmerfelder bei Masters-Turnieren von 32 auf 16 Teams zu reduzieren. Bei 500er- und 250er-Turnieren würden die Felder von 16 auf acht Teams verkleinert werden. Die derzeitige Preisgeldverteilung von 80 zu 20 zwischen Einzel und Doppel würde auf 90 zu 10 geändert werden.

Auch Bob Bryan kritisierte den Plan während Wimbledon. Er sagte, dies würde jungen Spielern und College-Spielern den Weg in eine Karriere im Doppel versperren. Patten kritisierte zudem die ATP für die eingeschränkte Bewerbung von Doppelspielern in den sozialen Medien.

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