Der koordinierende Minister Yusril Ihza Mahendra betonte, dass die Abschiebung von Abdul Karim Raeq Miqdad nach Zypern in keinem Zusammenhang mit Indonesiens Unterstützung für Palästina steht.
Auf einer Pressekonferenz in Jakarta am Mittwoch erklärte Yusril, dass der 41-jährige Palästinenser Abdul Karim am 16. Juli in Tangerang festgenommen wurde, nachdem INTERPOL eine Red Notice herausgegeben hatte. Er wurde am 17. Juli wegen des Verdachts auf Beteiligung an grenzüberschreitender organisierter Kriminalität nach Zypern abgeschoben. Yusril erläuterte, dass Abdul Karim weder ein Ulama noch ein Gaza-Aktivist sei. Er lebe seit drei Jahren in Indonesien, sei verheiratet, habe Kinder und sei geschäftlich tätig. Die Regierung habe sich von Zypern zusichern lassen, dass Abdul Karim nicht an Israel ausgeliefert wird. Indonesien bleibt seit 1948 der Unterstützung der palästinensischen Unabhängigkeit verpflichtet. Dieser Fall sei eine rein individuelle Angelegenheit der Strafverfolgung und spiegele nicht die Haltung des Staates gegenüber dem palästinensischen Volk wider.