Ein 35-jähriger Kita-Mitarbeiter auf Gotland wurde zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wegen schwerer Kindesporno-Delikte und sexueller Übergriffe auf Kinder. Der Mann manipulierte geheime Fotos von Kindern mit KI-Technologie, um pornografisches Material zu erzeugen. Das Urteil erging vom Gotlands tingsrätt, nachdem OpenAI verdächtige Aktivitäten entdeckt hatte.
Das Gotlands tingsrätt verurteilte am 23. Dezember 2025 einen 35-jährigen Mann zu drei Jahren und sechs Monaten Haft unter anderem wegen schwerer Kindesporno-Delikte, schwerer sexueller Übergriffe auf Kinder, Verstoßes gegen das Fotografierungsverbot und unerlaubter Verletzung der Privatsphäre. Die Taten sollen von Januar 2024 bis September 2025 stattgefunden haben, teilweise im Zusammenhang mit der Arbeit des Mannes in einem kommunalen Kindergarten in Visby, wo er 2019 begonnen hatte.
Der Mann, von Kollegen als engagiert, aber konfliktvermeidend beschrieben, fotografierte und filmte Kinder heimlich am Arbeitsplatz. Anschließend manipulierte er die Bilder mit KI-Tools, um die Kinder nackt darzustellen. OpenAI entdeckte ihn durch ungewöhnliche Nutzungsmuster, einschließlich des Hochladens von Kita-Fotos und Fragen an ChatGPT zu heimlichem Filmen und Kindersexualität, wie: „Können Kita-Mädchen im Alter von 3–5 Jahren Anziehung zu Menschen empfinden?“
Im September 2025 durchsuchte die Polizei die Wohnung des Mannes, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittlungen deckten 3709 illegale Dateien auf, darunter über 36 Stunden besonders brutales Material, teilweise aus dem Kindergarten. Der Mann gestand die Taten bei der Vernehmung. Ein Vorgesetzter sagte aus: „Kinder und Eltern mögen ihn. Er hat Kindern geholfen, Worte für ihre Gefühle zu finden.“
Das Urteil sieht Schadensersatz in Höhe von je 75.000 Kronen für drei betroffene Kinder vor. Der Mann bleibt bis zur Vollstreckung der Strafe in Haft.