Die Superintendencia de Industria y Comercio hat den Antrag von Dimayor auf eine computergestützte Expertenprüfung digitaler Beweismittel im Rahmen einer Untersuchung zu mutmaßlichen Absprachen auf dem Transfermarkt für Spieler abgelehnt.
Der Fall geht auf eine Untersuchung aus dem Jahr 2021 gegen 17 Vereine, die Dimayor sowie 20 Funktionäre wegen angeblicher Kontrolle des Transfermarktes und Verstößen gegen das freie Wettbewerbsrecht zurück.
Die SIC lehnte die Expertenprüfung mit der Begründung ab, dass die Beweismittel bereits verifiziert seien und die untersuchten Parteien keine früheren Rechtsmittel genutzt hätten, um diese anzufechten. Die Behörde reagierte damit auf eine Anordnung des Verfassungsgerichts vom März 2026.
Das Gericht hatte zuvor zugunsten von Dimayor entschieden, nachdem diese in einer Tutela eine Verletzung des rechtsstaatlichen Verfahrens geltend gemacht hatten, da die SIC vor Abschluss der Beweisaufnahme im Dezember 2024 nicht über den Antrag entschieden hatte.
Superintendentin Cielo Rusinque bestätigte, dass die SIC Nichtigkeitsklage gegen das Gerichtsurteil eingereicht hat, um die Rechte der Spieler vor wettbewerbswidrigen Praktiken zu schützen.