Die kolumbianische Superintendencia de Industria y Comercio (SIC) hat ein förmliches Verfahren gegen Comcel S.A., tätig unter dem Namen Claro, wegen mutmaßlicher Verletzungen von Verbraucherrechten beim Verkauf technologischer Produkte und Finanzierungsangeboten über den E-Commerce-Kanal eingeleitet. Die Regulierungsbehörde erhob Anklage nach der Prüfung von Informationsanfragen, Finanzierungsverträgen, Werbematerialien und der Website von Claro.
Die kolumbianische Superintendencia de Industria y Comercio (SIC) hat eine Untersuchung gegen Comcel S.A. (Claro) wegen potenzieller Unregelmäßigkeiten beim Verkauf von Mobiltelefonen und anderen technologischen Produkten über deren Online-Plattform eröffnet. Die Entscheidung der Behörde folgte auf vorläufige Untersuchungen, darunter Informationsanfragen, die Analyse von Finanzierungsverträgen, die Überprüfung von Werbematerialien und Inspektionen der Claro-Website. Die Vorwürfe umfassen Unregelmäßigkeiten bei Werbe- und Angebotsinformationen, mutmaßlich irreführende Angaben, die Nichtangabe von Gesamtproduktpreisen, die Einschränkung des Widerrufsrechts, die Berechnung von Zinssätzen oberhalb der gesetzlichen Grenzen sowie die Nichteinhaltung von E-Commerce-Vorschriften. Die SIC betonte, dass die Anklageerhebung nicht die Verantwortung von Claro festlege und das Verwaltungsverfahren das Recht des Unternehmens auf Verteidigung und Gegendarstellung sicherstelle. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Verbraucherrechte im Telekommunikationssektor zu schützen. Claro hat bislang noch keine öffentliche Stellungnahme zu der Untersuchung abgegeben.