Airbus hat einen Softwarefehler in seinen A320-Maschinen identifiziert, der durch intensive Sonnenstrahlung beeinträchtigt werden kann, was zum Rückruf von rund 6000 Flugzeugen weltweit führt. Ein Vorfall am 30. Oktober mit einem JetBlue-Flug führte zu plötzlichem Höhenverlust und Verletzungen bei mindestens 15 Personen. Die Maßnahmen werden Flugstörungen bei mehreren großen Fluggesellschaften verursachen.
Airbus gab am Abend des 28. November 2025 bekannt, dass ein Softwarefehler in A320-Flugzeugen sofortiges Handeln erfordert. Das Problem, das durch intensive Sonnenstrahlung entstehen kann, die die Steuerungssysteme der Flugzeuge beeinflusst, wurde nach einem Vorfall am 30. Oktober entdeckt. Ein JetBlue Airways-Flug von New Jersey nach Tampa Bay verlor plötzlich an Höhe, verletzte mindestens 15 Personen und zwang zu einer Notlandung.
Die Europäische Union Luftfahrt-Sicherheitsbehörde (EASA) hat eine Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung herausgegeben, die für alle globalen Betreiber gilt. Etwa 6000 Maschinen sind betroffen, was die Hälfte der A320-Flotte von Airbus entspricht. Für etwa zwei Drittel der Flugzeuge bedeutet dies ein kurzfristiges Flugverbot, während sie auf eine ältere Softwareversion zurückgreifen. Rund 1000 Maschinen erfordern jedoch einen Hardwareaustausch, der sie potenziell für mehrere Wochen am Boden halten könnte.
Mehrere Fluggesellschaften sind betroffen. Air France streicht 35 Flüge, während Delta, Air India, American Airlines, EasyJet, Lufthansa und Wizz Air vor Störungen warnen. SAS, das bis zu 90 A320 betreibt, hält sich vollständig an die Anweisung und betont Sicherheit als oberste Priorität: „Die Sicherheit unserer Passagiere und Mitarbeiter ist immer unsere höchste Priorität. SAS ist sich der sogenannten Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung von EASA bewusst... Wir geben Updates, sobald wir mehr Informationen haben.“ Finnair aktualisiert 12 Maschinen und strich Flug AY1339 nach London. Norwegian ist nicht betroffen.
Airbus erklärt: „Airbus ist sich bewusst, dass diese Empfehlungen zu Betriebsstörungen für Passagiere und Kunden führen werden. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und arbeiten eng mit den Betreibern zusammen, wobei Sicherheit unsere höchste Priorität ist.“