Airbus hat eine globale Warnung für Software-Updates bei über 6.500 Flugzeugen der A320-Familie herausgegeben, nach einem Vorfall bei einem JetBlue-Flug, der Risiken durch intensive Solarstrahlung aufdeckte. In Kolumbien befiehlt Aerocivil, betroffene Maschinen ab 29. November 19 Uhr stillzulegen. Avianca legt über 70 % ihrer Flotte für 10 Tage still, Ticketverkauf bis 8. Dezember ausgesetzt.
Der Vorfall ereignete sich bei einem JetBlue-Flug am 30. Oktober von Cancún nach Newark, der einen plötzlichen ungewollten Sinkflug ohne Piloteneingriff erlitt und nach Tampa, Florida, umgeleitet wurde, ohne Verletzte. Eine Untersuchung ergab einen Ausfall des ELAC-2-Computers durch intensive Solarstrahlung, die Flugsteuerungsdaten korrumpierte. Airbus, das den A320 Ende der 1980er einführte und Boeing als Weltmarktführer ablöste, bestätigte, dass über die Hälfte seiner aktiven A320-Flotte – mit 11.000 Einheiten im Betrieb – betroffen sein könnte.
Die Europäische Union Aviation Safety Agency (EASA) erließ eine Anweisung, jeden betroffenen ELAC vor dem nächsten Flug auszutauschen oder zu modifizieren. „Diese Bedingung könnte, wenn nicht behoben, zu einer unkontrollierten Bewegung des Höhenruders führen, die die strukturelle Belastbarkeit des Flugzeugs überschreitet“, warnte EASA. Airbus räumte ein: „Diese Empfehlungen werden betriebliche Störungen für Passagiere und Kunden verursachen.“
In Kolumbien schloss sich die Civil Aeronautics Authority (Aerocivil) an und ordnete ab 29. November 19 Uhr die Stilllegung von A320 an. „Die Sicherheit der Passagiere und der Luftfahrt ist unsere institutionelle Priorität“, erklärte die Behörde, die die Updates mit den Airlines überwacht. Avianca, stark abhängig von A320 (180 Passagiere, 828 km/h, 4.500 km Reichweite), legt über 70 % ihrer Flotte für 10 Tage still, benachrichtigt betroffene Passagiere und stoppt den Verkauf bis 8. Dezember.
Weltweit aktualisiert American Airlines 340 Maschinen in zwei Tagen; ANA kürzte 65 Flüge mit 9.400 Passagieren; Wizz Air und Jetstar stellten einige still. Kolumbiens JetSMART meldete nur wenige Betroffene, die nachts gewartet werden. Die Ankündigung fällt in die Thanksgiving-Reisehochs, verschärft Störungen durch Wetter und Regierungsstillstände. Der A320 mit Fly-by-Wire-System und Neo-Varianten konkurriert mit Boeings 737, hatte aber frühere Probleme wie mit Pratt & Whitney-Triebwerken.