Eine Demonstration gegen die Polizei in Berlin-Friedrichshain wurde aufgelöst, nachdem es zu Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen war. Teilnehmer warfen Flaschen und brannten Pyrotechnik ab, woraufhin die Polizei eingriff. Etwa 700 Personen nahmen teil, rund 500 Beamte waren im Einsatz.
Die Demonstration begann kurz vor 20 Uhr am Helsingforser Platz in Berlin-Friedrichshain und sollte durch die Marchlewskistraße und Rigaer Straße zur Warschauer Straße führen. Laut Polizeisprecher Martin Halweg startete der Protest zunächst friedlich, mit nur polizeifeindlichen Rufen, die strafbar waren, aber keine unmittelbare Auflösung rechtfertigten.
Im Verlauf eskalierten die Ereignisse. Teilnehmer warfen PET-Flaschen auf die Einsatzkräfte und brannten verbotene Pyrotechnik ab. Die Polizei stoppte den Zug mehrmals und forderte die Versammlungsleitung auf, auf die Teilnehmer einzuwirken. Letztlich wurde die Demo aufgelöst, da verbotene Parolen gerufen wurden und Angriffe auf Beamte erfolgten.
Einige Demonstranten wurden festgenommen, andere konnten wegen Vermummung nicht identifiziert werden. Die Veranstaltung, die jährlich am 13. Dezember stattfindet, führte zu Verkehrseinschränkungen entlang der Strecke. Halweg betonte: «Wir haben Lautsprecherdurchsagen durchgeführt und die Versammlungsleitung noch mal aufgefordert, auf ihre Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzuwirken.»
Die Polizei setzte 500 Beamtinnen und Beamte ein, um die 700 Teilnehmer zu kontrollieren. Es gab keine Berichte über Verletzte, aber die Vorfälle unterstreichen anhaltende Spannungen bei solchen Protesten.