Angesichts steigender Kraftstoffpreise hat das französische Finanzministerium (Bercy) ein Rundschreiben an die Ministerien verschickt, um „braune“ Steuervergünstigungen zu prüfen, von denen mehr als die Hälfte den Kraftstoffsektor betrifft. Das Dokument legt die Leitlinien für die im Mai geplanten Haushaltskonferenzen zur Vorbereitung des Finanzgesetzes 2027 fest. Ziel ist es, die steuerlichen Ausgaben zu senken.
Am Donnerstag versandten die Direktion für Steuergesetzgebung und die Haushaltsdirektion von Bercy ein Rundschreiben an verschiedene Ministerien. Der Brief legt die wichtigsten Leitlinien für die im Mai anstehenden „Haushaltskonferenzen“ fest, die Teil der Vorbereitungen für das erste Finanzgesetz des Jahres 2027 sind. Das Dokument fordert die Ministerien auf, Maßnahmen für den Entwurf zu identifizieren, wobei der Schwerpunkt auf der Kürzung steuerlicher Ausgaben liegt. Zu den wichtigsten Zielen gehört eine gründliche Überprüfung der „braunen“ Steuerausgaben, von denen über die Hälfte auf Steuervergünstigungen für Kraftstoffe entfällt. Dieser Schritt erfolgt inmitten einer hitzigen politischen Debatte über die Besteuerung von Kraftstoffen während der Phase steigender Preise. Bercy zielt auf Haushaltseinsparungen im nächsten Jahr ab, vor dem Hintergrund des Drucks auf die öffentlichen Finanzen.