Die obligatorische Biodiesel-Politik Indonesiens hat die Abhängigkeit von Kraftstoffimporten, insbesondere bei Diesel, verringert. Experten schätzen, dass dadurch jährlich bis zu 8-10 Milliarden US-Dollar an Devisen eingespart werden könnten. Die Entwicklung von B1 bis B50 soll bis Juli 2026 abgeschlossen sein.
Jakarta -- Die indonesische Regierung hat eine obligatorische Biodiesel-Politik umgesetzt, die durch reichlich vorhandene Palmölrohstoffe und Verarbeitungstechnologien gestützt wird. Rhenald Kasali, Professor an der Fakultät für Wirtschaft und Unternehmen der Universität von Indonesien, erklärt, dass das Programm Dieselimporte effektiv drosselt und die Energiehandelsbilanz verbessert.
"Das Biodiesel-Programm ist tatsächlich effektiv darin, Dieselimporte zu unterdrücken und die Energiehandelsbilanz durch signifikante Reduzierungen der Dieselimporte zu verbessern. Das Programm könnte jährlich bis zu 8-10 Milliarden US-Dollar an Devisen einsparen", sagte Rhenald am Dienstag (14.04.2026) in Jakarta.
Tungkot Sipayung, Exekutivdirektor des Palm Oil Agribusiness Strategic Policy Institute, erläutert, dass die B40-Implementierung die Dieselimporte von 8,3 Millionen Kilolitern im Jahr 2024 auf 5 Millionen Kiloliter im Jahr 2025 senkte, was einer Reduzierung um 3,3 Millionen Kiloliter entspricht. Im Jahr 2025 sparte die Politik 130,21 Billionen IDR an Devisen ein, reduzierte die Emissionen um 38,88 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent und steigerte den Wert durch die Umwandlung von CPO in Biodiesel um 20,43 Billionen IDR.
Rhenald betont die Notwendigkeit einer guten Palmöl-Governance, um Entwaldung zu verhindern, die Umwelt zu schützen und die Rechte indigener Völker zu achten. Er warnt zudem vor potenziellen Zielkonflikten zwischen Energie und Ernährung, bei denen die Zuweisung von CPO für Biodiesel zu Engpässen bei Speiseöl führen könnte.