Die weltweiten Rohölpreise sind auf über 115 USD pro Barrel gestiegen, ausgelöst durch die Eskalation im Iran-US-Israel-Konflikt und die Drohungen der Huthi. Ökonomen warnen vor fiskalischen Risiken für Indonesien, einschließlich einer Abwertung der Rupiah auf 17.002 Rp pro USD und einem möglichen Defizit im Staatshaushalt (APBN). Pertamina weist Gerüchte über Preiserhöhungen für nicht subventionierten Kraftstoff ab dem 1. April 2026 zurück.
Die weltweiten Rohölpreise stiegen am Montag (30. März 2026) auf über 115 USD pro Barrel und übertrafen damit deutlich die Annahme des indonesischen APBN von 70 USD. Der Anstieg wird durch den lang anhaltenden Iran-US-Israel-Krieg angetrieben, wobei die Beteiligung der Huthi die Straße von Bab al-Mandab bedroht und Raketenangriffe auf Israel zunehmen. US-Präsident Donald Trump drohte damit, die Energieinfrastruktur des Iran zu zerstören, falls die Straße von Hormus nicht geöffnet werde, und erklärte: „Wenn das Abkommen scheitert... werden wir unsere ‚Präsenz‘ im Iran beenden, indem wir alle Kraftwerke, Ölfelder und die Insel Kharg zerstören.“
Der Ökonom der Paramadina Universität, Wijayanto Samirin, warnte vor den Auswirkungen auf Indonesien. „Das APBN-Defizit wird explodieren, die Inflation wird steigen, die Kaufkraft der Öffentlichkeit wird schwächer werden“, sagte er. Die Rupiah fiel bei Handelsschluss am Montag auf 17.002 Rp pro USD, was das Risiko einer fiskalischen Krise birgt.
Analysten von Phintraco Sekuritas prognostizieren für April 2026 Preiserhöhungen für nicht subventionierten Kraftstoff wie Pertamax auf 17.850 Rp pro Liter, da Brent-Rohöl 114,90 US-Dollar erreichte. Muhammad Baron, VP Corporate Communication bei Pertamina, erklärte jedoch: „Bislang gibt es keine offizielle Ankündigung bezüglich der Preise ab dem 1. April 2026.“ ESDM-Minister Bahlil Lahadalia und Finanzminister Purbaya Yudhi Sadewa bemühen sich, die Preise für subventionierten Kraftstoff stabil zu halten.
Die Regierung bereitet Maßnahmen wie Haushaltsdisziplin und die Erhöhung des Biodieselanteils auf B50 vor, um den wirtschaftlichen Druck abzufedern.