Die kolumbianische Stahlkammer (Camacero) schätzt, dass die Stahlindustrie in Kolumbien 2026 zwischen 2 % und 3 % wachsen wird und damit mehrere lateinamerikanische Länder übertrifft. Für die Region wird bis zu 4 % Wachstum prognostiziert. Diese Prognosen basieren auf Importzahlen für 2025, die einen leichten Anstieg zeigten.
Die kolumbianische Stahlkammer, bekannt als Camacero, prognostiziert moderates Wachstum für die Stahlindustrie in Kolumbien. Die Branchenorganisation erwartet eine Expansion zwischen 2 % und 3 % im Jahr 2026, während die Region bis zu 4 % erreichen könnte und damit Länder wie Brasilien, Chile und Ecuador übertrifft. Die Gesamtimporte des Sektors beliefen sich bis November 2025 auf 2,5 Millionen Tonnen, was einem Wachstum von 0,8 % im Vergleich zur Vorperiode entspricht. Davon entfielen 1,6 Millionen Tonnen auf Flachstähle, 20 % mehr als 2024. Die Importe von RLF, RLC, Platten und beschichteten Produkten beliefen sich auf 1,4 Millionen Tonnen. Camacero weist darauf hin, dass die Top-20-Importeure 68 % des Marktes hielten, mit einem Konzentrationsindex unter 1.000, was auf einen atomisierten Markt hinweist. Dies fördere nach Ansicht der Gruppe den Wettbewerb und senke die Preise. Allerdings warnt sie vor Risiken für das laufende Jahr, wie einem Marktrückgang durch die Zinserhöhung der Zentralbank, die zu Deflation mit negativem IPP führen könnte. Detaillierte Prognosen umfassen 2,7 % Wachstum für 2025, 2,8 % 2026 und 2,9 % 2027 in Kolumbien. Die Schätzung für 2025 läge unter Ländern wie Argentinien, Costa Rica, Guatemala, Panama und Paraguay, aber über Brasilien, Chile, Ecuador, Jamaika und Uruguay. Bei der Aufschlüsselung der Importe machten warmgewalzte Produkte 893.097 Tonnen (60 % des Gesamten) aus, gefolgt von beschichteten Produkten mit 346.004 Tonnen (23 %) und kaltsgewalzten mit 130.246 Tonnen (9 %). Die führenden Importeure waren Acesco Colombia S.A.S. mit 161.127 Tonnen, La Campana Servicios de Acero mit 9.982 Tonnen und Aceros Cortados mit 6.958 Tonnen. Alacero erklärte, dass 40 % des in der Region verbrauchten Stahls importiert werden. Camacero warnt vor Überproduktion und Mangels an Abnehmern, was die Rentabilität untergraben könnte, wenn nicht Abhilfe geschaffen wird.