Ein Gericht in Rio de Janeiro hat Clarice Jay Piovesan, die Ex-Frau des Schauspielers Stênio Garcia, dazu verpflichtet, monatlich 5.000 R$ für die Miete einer Wohnung in Ipanema gerichtlich zu hinterlegen. Das Urteil des 3. Zivilgerichts der Hauptstadt gibt dem 94-jährigen Schauspieler in seinem Familienstreit mit seinen Töchtern Cássia und Gaya Piovesan teilweise recht. Die Immobilie war den Töchtern bereits als Kindern überschrieben worden, doch Stênio beansprucht ein lebenslanges Nießbrauchsrecht.
Das 3. Zivilgericht der Hauptstadt in Rio de Janeiro hat entschieden, dass Clarice Jay Piovesan monatlich 5.000 R$ für die Miete der Wohnung in Ipanema, in der sie derzeit wohnt, gerichtlich hinterlegen muss. Die Frist für die erste Zahlung beträgt fünf Tage nach der Zustellung, wie der Journalist Ancelmo Gois berichtete.
Die Verteidigung von Stênio Garcia bezeichnete den Beschluss als „Teilerfolg“. Der 94-jährige Schauspieler argumentiert, dass die Immobilie, die an seine Töchter Cássia (52) und Gaya Piovesan (51) übertragen wurde, als diese noch minderjährig waren, Klauseln enthält, die ihm ein lebenslanges Nießbrauchsrecht einräumen, einschließlich der Mieteinnahmen. Das Paar hatte sich 1983 getrennt.
Im April reichte Stênio eine Strafanzeige gegen seine Ex-Frau und seine Töchter ein, um die Wohnung zurückzuerhalten. Er fordert zudem 200.000 R$ Schadenersatz und wirft den Erben affektive und materielle Vernachlässigung vor. Die Töchter beschuldigen ihren Vater, Vermögenswerte zu verbergen.
Stênio und seine derzeitige Ehefrau, Marilene Saade, geben an, seit 2020 in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken, als sein Festvertrag mit TV Globo endete. Eine polizeiliche Untersuchung wegen mutmaßlicher affektiver Vernachlässigung läuft weiterhin bei der zuständigen Polizeidienststelle für Senioren, wobei die Verteidigung des Schauspielers eine formelle Klage anstrebt.