Emilie Le Neillon, 40, arbeitet als spezialisierte territoriale Agentin für Kindergärten (ATSEM) an der Paul-Langevin-Schule in Pontivy, Morbihan. Mit einem Nettogehalt von 1.680 Euro monatlich übernimmt sie Haushaltsaufgaben und unterstützt die Lehrerin in einem etwas schwierigen Randviertel. Sie fordert mehr Anerkennung für ihren Beruf.
An der Paul-Langevin-Schule in Pontivy übernimmt Emilie Le Neillon eine Reihe von Aufgaben. Die 40-jährige ATSEM verdient 1.680 Euro netto im Monat. Sie begleitet die Kinder, insbesondere bei den Mahlzeiten in der Mensa, wo acht kleine Tische nur die Hälfte des Raums einnehmen. Die Schule, die in der Nähe des Stadions in einem Randviertel liegt, hat seit der teilweisen Abriss des Vélodrome-Wohngebiets im Jahr 2021 etwa 40 Schüler verloren. Dies hat zu kleineren Klassen geführt, aber die zwei mehrstufigen Kindergartenklassen könnten nächstes Jahr nicht fortgesetzt werden, bemerkt sie, während sie unruhige Kinder trennt. Zusammen mit ihrer Kollegin Jennifer überwacht sie die Mittagspause aufgrund des Fehlens eines zusätzlichen Serviceagenten. Die Schließung der städtischen Küchenwerkstatt hat zusätzlichen Druck erzeugt: Suppe muss in kleinen Portionen serviert werden, Kleinkinder dürfen keine Schnuller wieder in den Mund stecken, Mahlzeiten für muslimische Kinder mit Hähnchenfrikadellen angepasst werden, und der Gebrauch von Besteck vorgeführt – alles bei ständiger Aufmerksamkeit auf die Gruppe. „Wir verdienen mehr Anerkennung“, sagt Emilie Le Neillon, deren Glasbehälter für das Mittagessen halb gegessen und offen bleibt. Diese angespannten Mittagsroutinen beleuchten die alltäglichen Herausforderungen, denen städtische Agenten bei Personalmangel gegenüberstehen.