Äthiopien hat durch seinen Statistiksektor konkrete Fortschritte bei der Modernisierung seiner Agrarzählungen sowie Bevölkerungs- und Gesundheitsumfragen erzielt.
In Addis Abeba fand eine nationale Konferenz unter dem Motto „Datensouveränität für politische Freiheit“ statt. Dabei wurden die Fortschritte Äthiopiens auf seinem Weg zur statistischen Souveränität hervorgehoben. Abdulaziz Shefa, Leiter des Bereichs Wirtschaftsstatistik beim Äthiopischen Statistikdienst, erklärte, das Hauptziel des Statistikentwicklungsprogramms sei die Bereitstellung der für Regierungsaufgaben notwendigen Daten. Er wies auf die laufende Zusammenarbeit mit den Interessengruppen durch Planung und Koordination von der Konzeption bis hin zu den Ergebnissen hin. Der Sektor führt Haushalts-, Unternehmens- und Monatsstudien durch, darunter eine Verbraucherpreisumfrage, deren Verifizierung zu bis zu 95 Prozent durch wissenschaftliche Methoden erfolgt. Zudem führt er vierteljährliche Arbeitskräfteerhebungen, eine jährliche landwirtschaftliche Stichprobenerhebung sowie alle fünf Jahre Bevölkerungs- und Gesundheitsstudien durch. Shefa fügte hinzu, dass Äthiopien Statistiken zu Nutzpflanzen, Viehbestand, Umwelt sowie städtischen und ländlichen Gebieten führt. In den vergangenen Jahren konnten durch diese Studien bedeutende Erfolge in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft bestätigt werden.