EU erwägt Sanktionen gegen FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich

Die Ukraine hat Sanktionen gegen Arkady Dvorkovich, den russischen Präsidenten des Weltschachbunds (FIDE), als Teil von Maßnahmen gegen Sportler verhängt, die den Krieg unterstützen. Sein Name taucht im Entwurf des 20. Sanktionspakets der EU auf. Das Ergebnis könnte von der Haltung Ungarns abhängen.

Am 16. Februar unterzeichnete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Dekret, das die Entscheidung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats zur Verhängung von Sanktionen gegen zehn russische Sportler umsetzt, die beschuldigt werden, den Krieg zu unterstützen und Sport zur Förderung zu nutzen. Unter den Betroffenen war Arkady Dvorkovich, Präsident der FIDE. Wladyslaw Wlasijuk, der ukrainische Präsidentenbeauftragte für Sanktionspolitik, bestätigte, dass Dvorkovich seit dem Vortag unter ukrainischen Sanktionen steht. „Dvorkovich steht seit gestern unter unseren Sanktionen… Für die, die es nicht wissen, er ist Präsident des Schachbundes. Gleichzeitig ist er, zumindest vorerst, im Entwurf des 20. Sanktionspakets der EU“, erklärte Wlasijuk. Wlasijuk merkte an, dass die Ukraine regelmäßig ihre vorbereiteten Sanktionslisten mit Partnerländern teilt, um internationale Restriktionen zu koordinieren. Er fügte hinzu, dass die Aufnahme von Dvorkovich in das EU-Paket davon abhängen könnte, ob Ungarn erheblichen Aktivismus oder Prinzipientreue zeigt. Die Sanktionen erfolgen inmitten anhaltender geopolitischer Spannungen. Am 14. Dezember hielt die Generalversammlung der FIDE eine Online-Sitzung ab und verabschiedete zwei Resolutionen zur Teilnahme russischer und belarussischer Schachspieler an internationalen Wettbewerben, die jungen Spielern wieder den Einsatz nationaler Symbole erlauben. Die anderen sanktionierten Personen umfassen die Ringer Jewhen Bajdusow und Imam Ganischow, die Bogenschützin Switlana Daschanymajewa, die Fechterin Jana Jegorjan, die Taekwondokämpfer Wladyslaw Larin und Maksym Chramzow, die Turnerin Angelina Melnikowa, die Judoka Madina Taimasowa und den Boxer Fjodor Tschudinow.

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