Die Europäische Union wird nicht eingreifen, um Sony zur weiteren Herstellung physischer PlayStation-Spiele nach 2028 zu verpflichten. EU-Kommissar Michael McGrath erklärte, dass es Unternehmen freistehe, über die Art und Weise der Bereitstellung von Spielen und Diensten zu entscheiden.
Sony gab Anfang des Monats bekannt, dass ab 2028 keine neuen physischen Blu-ray-Discs für PlayStation-Spiele mehr produziert werden sollen. Physische Exemplare bereits existierender Titel werden noch einige Zeit danach erhältlich bleiben.
McGrath äußerte sich diese Woche gegenüber Reportern in Straßburg. Er erklärte, dass die Angelegenheit eine Frage der unternehmerischen Freiheit sei.
"Es läuft auf die unternehmerische und vertragliche Freiheit hinaus", sagte McGrath. "Unternehmen steht es frei, Spiele und Dienste so anzubieten, wie sie es für richtig halten, sofern die Verbraucherrechte im Einklang mit nationalem und EU-Recht vollständig geschützt sind."
Der Kommissar nahm auch Stellung zur Bewegung 'Stop Killing Games'. Die EU-Kommission erklärte letzten Monat, dass sie nicht befugt sei, Server-Unterstützung oder Offline-Modi nach dem Ende von Online-Diensten vorzuschreiben, und werde stattdessen einen freiwilligen Verhaltenskodex mit der Industrie anstreben.