Statistiken des Deutschen Wetterdiensts zeigen, dass weiße Weihnachten in Deutschland immer seltener werden. Früher gab es öfter Schnee an den Feiertagen, doch der Klimawandel führt zu milderen Temperaturen. Die Wahrscheinlichkeit für Schnee lag nie über 20 Prozent in Großstädten.
In Deutschland ist Schnee zu Weihnachten die Ausnahme, entgegen dem Bild in Filmen und Büchern. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) definiert weiße Weihnachten als mindestens einen Zentimeter Schnee um sieben Uhr morgens an Heiligabend sowie den ersten und zweiten Feiertag. Daten zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür in Großstädten wie Berlin, Hamburg oder Frankfurt nie höher als 20 Prozent war, im Süden ausgenommen.
Ein Vergleich der Perioden 1961 bis 1990 und 1991 bis 2020 offenbart einen Rückgang dieser Wahrscheinlichkeiten. Viele erinnern sich an häufigere weiße Weihnachten aus der Kindheit, was möglicherweise auf eine schneereiche Periode in den 1960er Jahren und das bessere Gedächtnis für besondere Ereignisse zurückzuführen ist. Die letzte weit verbreitete weiße Weihnacht fand 2010 statt.
Der Grund für die Seltenheit liegt im Weihnachtstauwetter: Milde Atlantikluft bringt Regen von Westen. Zudem werden die Winter wärmer. Die durchschnittliche Temperatur an den Feiertagen betrug von 1781 bis 2023 1,20 Grad Celsius, von 1991 bis 2020 1,66 Grad. Im Dezember 2024 lag der Monatsdurchschnitt bei 2,8 Grad. Die höchste je gemessene Weihnachtstemperatur war 19,3 Grad im Jahr 2012, die niedrigste -29,1 Grad 1962.
Für 2025 prognostizieren Experten keine weiße Weihnacht in den meisten Regionen, im Süden vielleicht leichten Schnee.