Die Moderatorin Flavie Flament gab am Freitag bekannt, dass sie wegen angeblicher Vorfälle aus dem Jahr 1991, als sie 16 Jahre alt war, Strafanzeige wegen Vergewaltigung gegen den Sänger Patrick Bruel erstattet hat.
In einem Instagram-Beitrag erklärte Flavie Flament, sie habe die Anzeige erstattet, „damit die Wahrheit ans Licht kommt und der Gerechtigkeit Genüge getan wird“. Ihre Anwältinnen, Me Corinne Hermann und Sonia Kanoun, bestätigten die Einreichung am 13. Mai beim Pariser Gericht mit einer Klage als Nebenklägerin. Die Pariser Staatsanwaltschaft teilte mit, ihr liege die Anzeige bisher nicht vor.
Die in der Anzeige beschriebenen Fakten, die von Mediapart enthüllt wurden, sollen sich 1991 bei einem Treffen im Haus von Patrick Bruel ereignet haben. Flavie Flament behauptet, sie habe Tee getrunken, daraufhin das Bewusstsein verloren und sei in einem Schockzustand wieder aufgewacht. Patrick Bruel weist die Anschuldigungen entschieden zurück und bestreitet jegliche Vorwürfe der Verabreichung von K.o.-Tropfen oder erzwungener sexueller Handlungen.
Seine Anwälte verwiesen auf eine zeitweilige Beziehung in den 1990er Jahren und spätere Begegnungen bei Fernsehauftritten. Gegen den Sänger liegen mindestens zwei weitere Anzeigen wegen sexualisierter Gewalt vor, die in Paris, Saint-Malo und Brüssel eingereicht wurden. Für Patrick Bruel gilt die Unschuldsvermutung.