Eine neue Analyse der Skogsstyrelsen zeigt, dass forstwirtschaftliche Maßnahmen wie Abholzung und Forststraßen die Schäden an Straßen und Schienen nach extremen Starkregenfällen in Västernorrland im September verschlimmert haben. Das Regenereignis forderte ein Todesopfer, zwei entgleiste Güterzüge und weitreichende Infrastrukturschäden. Die Behörde warnt, dass ähnliche Risiken wieder aufgebaut werden.
In der Nacht vom 6. auf den 7. September 2025 wurde Västernorrland von extremem Regen heimgesucht, was zu schweren Überschwemmungen führte. Über 40 Straßen wurden weggespült, Schienen beschädigt und zwei Güterzüge entgleisten. Eine Person starb, nachdem sie in eine ausgewaschene Straße gefahren war. Am 12. Dezember 2025 veröffentlichte die Skogsstyrelsen eine umfassende Analyse darüber, wie forstwirtschaftliche Maßnahmen die Schäden beeinflussten. Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass Abholzung, Gleisschäden und Forststraßen zu erhöhtem Wasserabfluss beitrugen und dadurch Erosion, Erdrutsche und Schäden an wichtiger Infrastruktur verschlimmerten. „Abholzung erhöht die Menge an Wasser, die von einem Gebiet abfließt“, sagt Anja Lomander, Bodenspezialistin bei der Skogsstyrelsen. Sie fügt hinzu, dass dies frühere vorläufige Einschätzungen bestätigt. Die Behörde betont, dass wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass solche Maßnahmen das Risiko von Erdrutschen und Erosion erhöhen, während intakter Wald Schutz bei starkem Regen bietet. Ein früherer Bericht von Sweco behauptete, dass die Forstwirtschaft keinen Einfluss hatte, doch Lomander kritisiert ihn wegen fehlender Abflussdaten und unbegründeter Annahmen. „Der Sweco-Bericht hat keine Daten zum Abfluss. Dann nimmt er an, es gäbe keinen Effekt“, sagt sie. Die Skogsstyrelsen warnt, dass der Wiederaufbau die Fehler wiederholen könnte. „Sie bauen genau dieselben Risiken wieder auf und in manchen Fällen verschlimmern sie sie. Das ist sehr kurzsichtig und ehrlich gesagt gefährlich“, sagte Lomander zu DN.