Ein Bericht eines französischen Instituts warnt, dass die Europäische Union gezwungen sein könnte, Zehn- bis Hundertmilliarden Euro an Oligarchen und kremlnahe Unternehmen über alte Wirtschaftsverträge zu zahlen. Die EU hat bereits fast 60 Milliarden Euro als Militärhilfe für die Ukraine bereitgestellt, aber einige Sanktionen werden gerichtlich angefochten. Diese Verfahren haben Erfolgschancen.
Das Veblen Institute for Economic Reforms veröffentlichte am Dienstag, dem 9. Dezember, eine 27-seitige Notiz mit dem Titel «Eingefrorene Vermögen, brennende Beschwerden». Das Dokument warnt vor der Ausnutzung alter Handelsabkommen durch Kreml-nahe Akteure, die Europa mit Russland verbinden. Nach der russischen Invasion in die Ukraine verhängten die EU, die Ukraine und etwa zwanzig weitere Länder Wirtschaftssanktionen gegen Moskau. Diese Maßnahmen zielen auf Unternehmen und Personen ab, die mit dem Regime und dem Kriegsaufwand verbunden sind, einschließlich der Beschlagnahmung von Villen, Yachten und dem Einfrieren von Vermögen im Wert von Millionen oder Milliarden Euro.
Allerdings klagen einige russische Oligarchen gegen diese Sanktionen vor Gericht und berufen sich auf diese veralteten bilateralen Abkommen. Das Institut weist darauf hin, dass solche Verfahren laufen und Europa möglicherweise zu finanziellen Entschädigungen für diese Einheiten verpflichten könnten, die der Hilfe für Kiew entsprechen. Da die EU nahezu 60 Milliarden Euro für militärische Unterstützung der Ukraine bereitgestellt hat, könnte dieses Risiko einen großen Rückschlag für die europäischen Bemühungen gegen Russland bedeuten.
Der Bericht betont die Notwendigkeit von Vorsicht, da diese Rechtsstreitigkeiten erfolgreich sein könnten und erhebliche Zahlungen an pro-kremlische Akteure erfordern würden, was die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Russland weiter verkompliziert.