Deutschland und Frankreich vertagen Entscheidung über FCAS

Deutschland und Frankreich haben die Entscheidung über das europäische Luftkampfsystem FCAS erneut vertagt, diesmal auf einen unbestimmten Zeitpunkt. Ein Regierungssprecher begründete dies mit einer umfassenden Agenda in außen- und sicherheitspolitischen Fragen. Die Zukunft des teuren Prestigeprojekts bleibt unklar.

Das Future Combat Air System (FCAS) gilt als das wichtigste und teuerste Prestigeprojekt der europäischen Rüstungskooperation. Es soll ein Kampfflugzeug im Verbund mit bewaffneten und unbewaffneten Drohnen umfassen und ab 2040 den Eurofighter ablösen. Neben Deutschland und Frankreich plant auch Spanien die Beteiligung, wobei die Gesamtkosten auf einen dreistelligen Milliardenbetrag geschätzt werden.

Ursprünglich sollte die Entscheidung über die Realisierung bis Ende August 2023 fallen. Aufgrund von Differenzen bezüglich der Anteile der Unternehmen Dassault, Airbus und Indra wurde dies jedoch auf das Jahresende verschoben. Nun ist auch diese Frist verstrichen. „Entgegen der ursprünglichen Planung ist eine abschließende Entscheidung zum Fortgang des FCAS-Projekts zum Jahresende noch nicht gefallen“, teilte ein Regierungssprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Der Sprecher erklärte: „Grund dafür war die umfassende deutsch-französische Agenda in außen- und sicherheitspolitischen Fragen, die eine Befassung mit dem Thema gemeinsames Kampfflugzeug auf der Ebene des Präsidenten und des Bundeskanzlers noch nicht möglich gemacht hat.“ Ein neues Datum könne derzeit nicht genannt werden. Die Berichterstattung stützt sich auf Angaben des Verteidigungsportals „Hartpunkt“ und RND/dpa.

Wie es mit dem Projekt weitergeht, ist derzeit völlig offen. Die Vertagung unterstreicht anhaltende Herausforderungen in der europäischen Rüstungskooperation, insbesondere hinsichtlich industrieller Anteile und politischer Prioritäten.

Verwandte Artikel

Chancellor Merz halting the German-French FCAS fighter jet project
Bild generiert von KI

Chancellor Merz ends German-French FCAS fighter jet project

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Chancellor Friedrich Merz has halted the Future Combat Air System (FCAS) with France. The decision came after seven years of work and ongoing differences.

France and Germany have ended their joint effort to develop a sixth-generation fighter jet under the Future Combat Air System program. The $116 billion initiative, launched in 2017, aimed to deliver advanced combat aircraft by 2040 but collapsed amid disputes between Dassault Aviation and Airbus.

Von KI berichtet

Following the end of the German-French-Spanish FCAS project, the German government is examining several options for a new fighter jet.

The NATO defence alliance is considering replacing its fleet of AWACS aircraft with Saab GlobalEye surveillance planes.

Von KI berichtet

Ukraine's Defense Minister Mychajlo Fedorov visited Saab and the Swedish government in Stockholm on Thursday and expressed optimism about a near-term deal for up to 150 Gripen aircraft.

France’s land army is advancing its modernization through drone integration. A report details trials of dropping mini-drones from a Gazelle helicopter.

Von KI berichtet

Chancellor Friedrich Merz announced on Thursday that negotiations with US President Donald Trump on the purchase of Tomahawk cruise missiles have been successfully concluded.

 

 

 

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen