Richard Smallwood, ein achtfach Grammy-nominierter Gospel-Sänger und -Komponist, starb am 30. Dezember an Komplikationen einer Niereninsuffizienz. Der 77-jährige Künstler, bekannt für Hits wie 'Total Praise' und 'Center of My Joy', hinterließ über fünf Jahrzehnte einen bleibenden Einfluss auf die Gospel-Musik. Seine Songs wurden von großen Künstlern wie Whitney Houston und Destiny’s Child gecovert.
Richard Smallwood verstarb im Brooke Grove Rehabilitation and Nursing Center in Sandy Spring, Maryland. Geboren am 30. November 1948 in Atlanta und aufgewachsen in Washington, D.C., zeigte Smallwood früh musikalische Begabung, indem er mit fünf Jahren Klavier vom Ohr spielte und mit elf Jahren seine eigene Gospel-Gruppe gründete. Er nahm ab seinem siebten Lebensjahr formellen Unterricht und wurde in der Highschool von Roberta Flack unterrichtet, bevor sie ihre Aufnahmekarriere begann.
Smallwood schloss cum laude die Howard University mit einem Musikabschluss ab, wo er den Celestials beitrat – der erste Gospel-Chor der Schule – und mit zur Gründung des Gospel Choir beitrug. Nach seiner Lehrtätigkeit an der University of Maryland gründete er 1977 die Richard Smallwood Singers, inspiriert von den Edwin Hawkins Singers. 1982 bei Onyx Records unter Vertrag genommen, hielt ihr Debütalbum 87 Wochen in den Billboard Spiritual Albums Charts. Die 1984er-Veröffentlichung 'Psalms' führte die Charts an und erhielt eine Grammy-Nominierung.
Wechselnd zu Word Records, erreichte das Album 'Textures' von 1987 mit dem Hit 'Center of My Joy', gemeinsam mit Bill und Gloria Gaither verfasst, Platz 7. Sie waren der erste Gospel-Akt, der Ende der 1980er-Jahre die Sowjetunion tourte, und lieferten Background-Gesang für Candi Staton und Quincy Jones. Anfang der 1990er-Jahre wechselte Smallwood zu Jive/Verity Records, löste die Singers auf, um Vision zu gründen, das Hits wie 'Angels' und den 1996er-Hymne 'Total Praise' unterstützte.
Zurückblickend auf 'Total Praise', teilte Smallwood 2014 mit: „Meine Mutter war krank und mein Patenbruder lag im Endstadium eines Hirntumors... Gott hat mir einfach diesen Song gegeben... der mir wirklich Frieden gab.“ Sein Live-Album von 2007 'Journey: Live in New York' bot Auftritte mit Chaka Khan, der Hawkins Family, Kelly Price und Kim Burrell. Die Anthologie von 2015 enthielt 'Same God', und seine Autobiografie von 2019 'Total Praise' beleuchtete persönliche Kämpfe.
In einem Washington-Post-Interview von 1993 sagte Smallwood: „Als Musikminister muss ich offen sein, um zuzuhören und durch Zeugnissongs Ermutigung zu spenden.“ Er erhielt drei Dove Awards, mehrere Stellar Awards und 2015 den Allstate Gospel Superfest Lifetime Achievement Award. Smallwood hinterlässt Geschwister, Nichten, Neffen und Patenkinder.