Die mexikanische Regierung hat die Abschaffung von Bankgebühren für die Bezahlung von Kraftstoff mit Kredit- und Debitkarten an Tankstellen angekündigt, wodurch Rabatte von bis zu 7,45 Pesos pro Transaktion gewährt werden. Die am 27. April von Präsidentin Claudia Sheinbaum und Finanzminister Édgar Amador vorgestellte Maßnahme tritt am 1. Mai in Kraft und zielt darauf ab, die Inflation einzudämmen. Sie wurde in Absprache mit dem mexikanischen Bankenverband und anderen Institutionen getroffen.
Während der morgendlichen Pressekonferenz am Montag, dem 27. April, erläuterten Präsidentin Claudia Sheinbaum und Finanzminister Édgar Amador die Vereinbarung zur Abschaffung der Interbankenentgelte für Kartenzahlungen an Tankstellen. Diese Gebühr macht 80 % der Gesamtprovisionen aus und wurde nun auf null Prozent gesenkt.
Zu den spezifischen Rabatten gehören 7,45 Pesos weniger pro Kreditkartentransaktion (zuvor 1 %), 2,57 Pesos für Debitkarten oder Gutscheine offener Netzwerke (zuvor 0,45 %) und ein fester Betrag von 1,10 Pesos für Gutscheine geschlossener Netzwerke. Die Maßnahme läuft vom 1. Mai bis zum 31. Oktober mit der Möglichkeit einer Verlängerung, ergänzt durch Preisobergrenzen für Magna-Benzin und Diesel.
"Die Gebühr, die der Tankstelle berechnet wird, sinkt, sodass die Tankstelle weniger für die Akzeptanz digitaler Zahlungen zahlt. Diese Ersparnis wird sich in dem Preis widerspiegeln, den Sie zahlen", erklärte Amador. Emilio Romano Mussali, Vorsitzender des Vorstands des mexikanischen Bankenverbandes (ABM), erklärte: "Wir sind den Maßnahmen der Bundesregierung und der Präsidentin Claudia Sheinbaum zum Schutz der mexikanischen Wirtschaft verpflichtet".
Das Ziel ist es, den Preisdruck auf die Verbraucher zu verringern, insbesondere bei Diesel. Sheinbaum gab einen Ausblick auf einen zukünftigen Plan zur Reduzierung von Barzahlungen an Tankstellen und anderen Einrichtungen, um die Digitalisierung zu fördern.