Die Haager Konvention zum internationalen Kindesentführungsrecht verhindert, dass südafrikanische Frauen im Ausland vor häuslicher Gewalt fliehen und mit ihren Kindern nach Hause zurückkehren. 1980 entwickelt, um unrechtmäßige Grenzübertritte durch Eltern zu stoppen, wird das Abkommen nun kritisiert, weil missbräuchliche Partner es nutzen, um die Kontrolle zu behalten. Das Leid einer südafrikanischen Familie in Südkorea zeigt die menschlichen Kosten dieser Regelungen.
Die Haager Konvention über die zivilrechtlichen Aspekte internationaler Kindesentführung, 1980 inmitten steigender Scheidungsraten und väterlicher Entführungen beschlossen, verlangt elterliche Zustimmung für grenzüberschreitende Kindesbewegungen. Befürwortergruppen wie Hague Mothers kritisieren jedoch, dass sie Motive wie die Flucht vor Missbrauch ignoriert und Opfer zwingt, von gewalttätigen Partnern Erlaubnis einzuholen.
In einem Fall ist eine südafrikanische Frau, aus Sicherheitsgründen Sarah genannt, seit Dezember 2024 in Südkorea gestrandet. Ihr aggressiver Ehemann nahm während eines Familienbesuchs ihre zweijährige Tochter, konfiszierte ihre Autoschlüssel und sperrte den Zugriff auf gemeinsame Finanzen. Die örtliche Polizei wies den Vorfall als Zivilangelegenheit ab. Trotz südafrikanischen Passes des Kindes warnten Anwälte, dass eine Rückkehr ohne Zustimmung die Konvention auslösen würde, was südafrikanische Behörden zur Rücksendung veranlassen würde.
Südkoreanische Gerichte vergeben bei Scheidungen alleiniges Sorgerecht, was Ausländerinnen wie Sarah benachteiligt. Sie sieht ihre fast vierjährige Tochter nun zweimal monatlich für zwei Nächte und hat zwei wöchentliche Anrufe. Eine lokale Frauen-NGO soll gefragt haben, was Sarah getan habe, um ihren Mann zu provozieren.
Südafrika, Unterzeichner über seinen Children’s Act von 2005, steht vor ähnlichen Einschränkungen, wie Sprecher des Außenministeriums Chrispin Phiri bestätigte. Er erklärte, dass Botschaften solche Beschwerden bearbeiten, aber ausländisches Recht nicht überstimmen können, was Südafrikas eigene Regeln widerspiegelt.
Die globale Kritik wächst. Eine Untersuchung von The 19th ergab, dass 77 % der US-Haag-Fälle von 2022 bis 2024 von Männern eingereicht wurden, um Frauen am Weggehen zu hindern. Länder wie die Schweiz, Japan und Australie haben Schutzmaßnahmen für Missbrauchsopfer eingeführt. Ein Sandton-Forum 2024 behandelte die Auswirkungen häuslicher Gewalt; Haager Konferenz-Generalsekretär Christophe Bernasconi äußerte Bedenken zu Rückführungen, die zu neuem Schaden führen, verteidigte aber die Rolle des Abkommens bei der Verhinderung von Entführungen.
Katherine, Sarahs Mutter, hofft, dass öffentliche Stellungnahmen zu Änderungen im Children’s Act Reformen anstoßen. Sie betont die Entschlossenheit ihrer Tochter, alles zu tun, um sich mit ihrem Kind zu vereinen.