Annette Lyth, Dozentin für Völkerrecht an der Swedish Defence University, argumentiert in DN Debatt, dass Kindersoldaten nach Völkerrecht und Forschung als Opfer betrachtet werden sollten. Sie kritisiert Politiker, die härtere Strafen für junge Menschen fordern, die als Kindersoldaten bezeichnet werden. Experten und die internationale Gemeinschaft stimmen diesem Ansatz nicht zu, betont sie.
In einem Debattartikel, der am 26. Dezember 2025 in Dagens Nyheter veröffentlicht wurde, warnt Annette Lyth vor einem fehlgeleiteten Umgang mit Kindersoldaten in Schweden. Als Dozentin für Völkerrecht an der Swedish Defence University stellt sie fest, dass Politiker zunehmend härtere Strafen für jüngere Personen fordern, die als Kindersoldaten beschrieben werden. „Wenn Politiker härtere Strafen für immer jüngere Personen fordern, die sie als Kindersoldaten bezeichnen – sollten sie sich fragen, warum niemand, der sich mit dem Thema auskennt, mit ihnen einverstanden ist“, schreibt Lyth.
Sie betont, dass alle Forschung zu Kindersoldaten, Jahrzehnte internationaler Bemühungen und Positionen der globalen Gemeinschaft zeigen, dass diese Personen Opfer und keine Täter sind. Nach Völkerrecht und etabliertem Wissen sollte der Fokus auf Schutz und Rehabilitation liegen, nicht auf Strafe. Lyth fordert eine nuanciertere Diskussion: „Lasst uns dann wirklich über Kindersoldaten sprechen“.
Der Artikel beleuchtet eine wachsende Debatte in Schweden über Jugendkriminalität und die Anwendung internationaler Normen vor Ort. Lyth argumentiert, dass politische Initiativen gegen etablierte Prinzipien verstoßen könnten und potenziell die Rechtssicherheit vulnerabler Kinder beeinträchtigen. Es wird kein spezifisches Ereignis oder Fall erwähnt, aber der Text wird in den breiteren Kontext laufender politischer Diskussionen über Strafverschärfungen gestellt.