Gesundheitsministerin Elisabeth Lann (KD) bezeichnet die hohe Krankheitsquote im Gesundheitssektor als Versagen und beruft nun ein Krisentreffen mit Gewerkschaften und Arbeitgebern. Die Krankheitsausfälle sind am höchsten in frauendominierten Berufen wie Pflege, Altenpflege und Schule, wobei drei von vier stressbedingten Erkrankungen Frauen betreffen, laut Bericht der schwedischen Sozialversicherungsagentur.
Hohe Krankheitsausfälle im schwedischen Gesundheitssektor sind zu einem akuten Problem geworden. Gesundheitsministerin Elisabeth Lann (KD) beruft ein Krisentreffen, um die Situation anzugehen, wie SVT News berichtet. Sie hat Vertreter von Gewerkschaften wie dem Schwedischen Verband der Gesundheitsfachkräfte und der Schwedischen Ärztevereinigung sowie Arbeitgeber im Gesundheitssektor eingeladen – eine Initiative, die diese Organisationen zuvor gefordert hatten. Laut dem Jahresbericht der schwedischen Sozialversicherungsagentur sind Krankheitsausfälle am höchsten in frauendominierten Berufen wie Pflege, Altenpflege und Bildungswesen. Drei von vier Betroffenen stressbedingter Erkrankungen sind Frauen. Der Bericht zeigt zudem, dass die Zahl laufender stressbedingter Krankheitsfälle um 11 Prozent seit September 2019 auf 35.800 Personen gestiegen ist. Herausforderungen am Arbeitsplatz tragen zu diesen hohen Zahlen bei. «Ich hoffe, wir können Bereiche finden, an denen wir systematisch zusammenarbeiten können, denn so wie es jetzt ist, hält es nicht», sagte Lann zu SVT. Sie betonte auch die Notwendigkeit eines Dialogs: «Es besteht Bedarf, im selben Raum zusammenzusitzen.» Das Treffen soll systematische Lösungen zur Reduzierung der Krankheitsausfälle und Verbesserung der Arbeitsumgebung im Sektor identifizieren.