Das brasilianische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag (9.) ein Vergleichsabkommen mit der Arbeitsstaatsanwaltschaft und der Generalstaatsanwaltschaft unterzeichnet und damit eine seit 2007 laufende zivilrechtliche Klage zur Anstellung von Personal in indigenen Gebieten beigelegt. Die 18.500 Beschäftigten, von denen fast 70 % indigen sind, werden nun direkt von der Brasilianischen Agentur zur Unterstützung des SUS-Managements nach dem CLT-Arbeitsrecht angestellt. Weitere 1.018 befinden sich im Einstellungsprozess nach dem neuen Modell.
Das Gesundheitsministerium hat die Anstellung von Arbeitskräften in indigenen Gebieten regularisiert und stellt von dezentralen Vereinbarungen mit befristeten Verträgen auf das CLT-Modell um, das von der Brasilianischen Agentur zur Unterstützung des SUS-Managements verwaltet wird.
Das alte System war zuvor in den Fokus von Aufsichtsbehörden und der Arbeitsstaatsanwaltschaft geraten, die Probleme wie Schwierigkeiten bei der Rechenschaftspflicht, schlechte Arbeitsbedingungen, Einstellungsverzögerungen und sogar Anzeichen von politisch motivierten Ernennungen indigener Personen aufzeigten. Dies führte zu einer 2007 eingereichten zivilrechtlichen Klage, die seit über 20 Jahren vor Gericht anhängig war.
Am Donnerstag (9.) unterzeichnete das Ministerium das Vergleichsabkommen und beendete damit die Rechtsstreitigkeiten. Nach Angaben des Ministeriums wurden 18.500 Fachkräfte, die zuvor über Vereinbarungen beschäftigt waren, regularisiert, wobei fast 70 % von ihnen indigen sind. Zudem sind 1.018 neue Einstellungen unter dem aktualisierten Regime im Gange.