Gesundheitsministerin May Chomali äußerte Bedenken hinsichtlich einer Anweisung des Innenministeriums, wonach Gesundheitszentren Daten über irreguläre Migranten weitergeben sollen. Die Regierung stellte klar, dass die Maßnahme die Patientenrechte wahrt und spezifische Migrationsverfahren unterstützen soll.
Gesundheitsministerin May Chomali erklärte am Freitag, dass das Gesundheitsministerium keine persönlichen Patientendaten preisgeben könne, da diese durch den Gesundheitskodex sowie das Gesetz über die Rechte und Pflichten von Patienten geschützt seien. "Wir werden das absolut verteidigen", sagte sie in einem Radiointerview.
Innenstaatssekretär Máximo Pavez und Minister Claudio Alvarado erklärten, dass die Anweisung Datenabfragen nur dann zulasse, wenn ein Migrationsverfahren zur Ausweisung oder Sanktionierung laufe. Sie betonten, dass dies keine automatische Meldepflicht beinhalte und die Privatsphäre der Patienten nicht verletze.
Präsident José Antonio Kast unterstützte den Vorschlag aus Atacama und regte an, Polizeibeamte in Gesundheitseinrichtungen zu stationieren, um Personen zu identifizieren. Er sagte, dass eine dringende medizinische Versorgung weiterhin gewährleistet bleiben müsse, während das Land bei der Migrationsordnung vorankomme.
Rechte Persönlichkeiten wie Marcela Cubillos und der Abgeordnete Agustín Romero kritisierten Chomalis Haltung und warfen ihr vor, sich von der Regierung zu distanzieren. Der Vorfall reiht sich in weitere interne Spannungen innerhalb des Kabinetts zur Migrationspolitik ein.