Rebellion in Krankenhaus von San Antonio verhindert Abberufung der ehemaligen Ministerin Jeannette Vega

Die Ernennung von Jeannette Vega zur stellvertretenden medizinischen Direktorin am Claudio-Vicuña-Krankenhaus in San Antonio löste Spannungen mit den Gesundheitsbehörden aus, die den Rücktritt der Direktorin Loreto Maturana forderten, um Vega zu entlassen. Die designierte Interimsdirektorin Ximena Parada und weitere Führungskräfte lehnten die Amtsübernahme jedoch ab und erklärten, Gesundheit habe keine politische Farbe. Der Vorfall lässt den Gesundheitsdienst ohne unmittelbare Nachfolgeregelung zurück.

Jeannette Vega, ehemalige Ministerin für soziale Entwicklung in der Regierung von Gabriel Boric, trat am Montag ihr Amt als stellvertretende medizinische Direktorin für Management am Claudio-Vicuña-Krankenhaus in San Antonio an, nachdem sie von Direktorin Loreto Maturana ernannt worden war. Der Gesundheitsdienst Valparaíso-San Antonio unter der Leitung von Juan Castro sowie das Untersekretariat für Versorgungsnetzwerke unter Julio Montt kritisierten die Entscheidung, da sie ohne ihre Zustimmung erfolgt sei.

Juan Castro erklärte gegenüber La Tercera: „Ich persönlich unterstütze diese Entscheidung nicht. Ich respektiere Dr. Vega beruflich, aber ich halte dies für einen politischen Fehler.“ Am Donnerstag forderte der Gesundheitsdienst den unfreiwilligen Rücktritt von Maturana wegen Vertrauensverlusts und Managementfehlern und ernannte Ximena Parada zur Interimsdirektorin mit der Anweisung, Vega zu entlassen, die erst seit 72 Stunden im Amt war.

Am Donnerstag um 14:00 Uhr sandte Parada ein Schreiben an Maturana, in dem sie das Interimsmandat ablehnte. Das Schreiben wurde auch von Alex Gómez, Leiter der Intensivstation, und Mauricio Cortés, Leiter des Operationssaals, unterzeichnet. Darin heißt es: „Diese Entscheidung beruht auf der Stärke des gebildeten Teams, das nun zerschlagen wird [...]. Als Ärzte müssen wir feststellen, dass Gesundheit keine politische Farbe hat und Entscheidungen auf technischen Aspekten basieren müssen; wir müssen alle Patienten heilen.“

Beide Seiten werfen sich gegenseitig politische Motive vor. Das Krankenhaus verteidigt Vegas Qualifikationen, darunter ihre Erfahrung im öffentlichen Gesundheitswesen, bei Fonasa und der WHO. Abgeordnete wie Luis Sánchez (Republikanische Partei) und Andrés Celis bezeichneten die Ernennung als ‚bizarr‘ und politisch motiviert. Sollte Maturana nicht innerhalb von 48 Stunden zurücktreten, wird die Stelle für vakant erklärt.

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