Mehr als 30 Organisationen des Gesundheitssektors legten ein Konsenspapier vor, um die Krise des Systems zu bewältigen, und betonten dabei die Notwendigkeit einer Überprüfung der UPC sowie eines sofortigen Stabilisierungsplans.
Mehr als 30 Organisationen, darunter Versicherer, Ärzte, Patientenvertreter, die Pharmaindustrie, akademische Einrichtungen und Leistungserbringer, reichten am 12. Mai das Dokument 'Consensos para el futuro del sector salud' (Konsens für die Zukunft des Gesundheitssektors) ein. Der Text umfasst 14 Punkte, die in sechs strategische Blöcke unterteilt sind.
Carlos Felipe Escobar vom Instituto de Prospectiva de Innovación en Salud der Universidad del Bosque wies darauf hin, dass die UPC unter dem erforderlichen Wert liegt, da ihre Berechnung auf einem System mit Einschränkungen bei Terminen, Operationen und Medikamenten basiert. Ana María Vesga, Präsidentin von Acemi, erklärte, dass die Unzulänglichkeit der UPC und verzögerte Zahlungen aus dem Maximalbudget die aktuelle Krise maßgeblich erklären.
Das Dokument fordert eine technische Anpassung der UPC auf Basis von Nachweisen ohne Rückschritt sowie einen Notfallplan, der strukturelle Schulden von humanitären Schulden trennt. Zudem werden konstante und vorhersehbare Ressourcenflüsse für alle Institutionen des Systems gefordert.
Parallel dazu forderte der Gesundheitsaufseher Daniel Quintero den Rücktritt aller Interventen bei den unter Aufsicht stehenden EPS, um deren Leistung zu bewerten, nachdem er einen Bericht des Generalrechnungshofs unterstützt hatte, der vor Risiken bei der Leistungserbringung gewarnt hatte.