Iga Swiatek wurde kurzzeitig den Zutritt zu Melbourne Park verweigert, weil ihr die Akkreditierung fehlte – ein Echo auf einen Vorfall mit Roger Federer –, bevor sie Maddison Inglis in geraden Sätzen besiegte. Die Weltranglistenerste 2 zog mit einem 6:0, 6:3 in die Viertelfinals ein, trotz Frustrationen über ihre Nachtspiele. Nun trifft sie auf Elena Rybakina in einem Rematch einer hitzigen Rivalität.
Am 26. Januar 2026 erlebte Iga Swiatek eine unerwartete Verzögerung bei den Australian Open, als Security sie am Eingang der Spielerlobby anhielt, weil sie ihr Akkreditierungsabzeichen nicht trug. In Trainingskleidung wartete die polnische Star geduldig 1 Minute und 56 Sekunden, während ein Teammitglied die notwendige ID holte. Dieser Moment erinnerte an einen ähnlichen Vorfall 2019 bei demselben Turnier mit Roger Federer, dem sechsimaligen Australian-Open-Sieger, der ruhig auf sein Team wartete, bevor er eintrat. Die Regeln verlangen, dass alle Teilnehmer ihr Lanyard mit Badge jederzeit in der Arena tragen. Unbeeindruckt betrat Swiatek später am Abend die Rod Laver Arena für ihr Achtelfinalmatch gegen die australische Qualifikantin Maddison Inglis. In einer dominanten 73-minütigen Vorstellung zerlegte die Nummer-2-Saat ihre Gegnerin mit 6:0, 6:3, ließ nur drei Games und brachte die Heimmannschaft zum Schweigen. Dies war Swiateks 14. Grand-Slam-Viertelfinale und ihr drittes in Melbourne Park, wo sie nach Semifinals 2022 und 2025 ihren ersten Titel anstrebt. Hinter den Kulissen hatte Swiatek auf ein Tagesspiel gedrängt, wurde aber für einen Nachtslot überstimmt. Ex-Champion Jim Courier enthüllte die Spannungen bei den Terminverhandlungen: „Das australische Netzwerk wollte unbedingt eine Australierin in Prime Time... Es war ein langer, zermürbender Kampf... Am Ende bekam Channel 9, was es wollte.“ WTA-Legende Lindsay Davenport ergänzte: „Man kann die Insassen nicht das Irrenhaus leiten lassen... Australisches TV sollte gewinnen.“ Nach dem Match äußerte Swiatek Unsicherheit über ihre Routine bei Nachtspielen: „Da ich plötzlich nur Nachtmatches spiele, habe ich ehrlich keine Zeit... Ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Ihre nächste Herausforderung ist das Viertelfinale gegen Nr. 5 Elena Rybakina am 28. Januar, wo Swiatek mit 6:5 in der Head-to-Head führt, aber ihr letztes Duell bei den WTA Finals 2025 verlor. Mit allen Top-6-Seeds in den Achtelfinals – ein seltener Fall nicht gesehen seit 1991 bei den Australian Open – unterstreicht Swiateks Lauf die Tiefe des 2026er Tabellenfeldes. Der Vorfall und der Sieg betonen die Mischung aus strengen Protokollen und hochkarätigem Wettbewerb bei Grand Slams, während Swiatek logistische Hürden und Elite-Gegner navigiert.