Die Zentrale Informationskommission hat einen Antrag auf Streitbeilegung bezüglich des Diploms von Präsident Joko Widodo genehmigt und die KPU angewiesen, Kopien bereitzustellen. Das Urteil erklärt das Diplom zu öffentlichen Informationen, die bei den Präsidentschaftswahlen 2014-2019 und 2019-2024 verwendet wurden. Die KPU hat 14 Tage zur Berufung.
Jakarta – Der Fall des angeblich gefälschten Diploms des siebten Präsidenten Indonesiens Joko Widodo erhält eine neue Entwicklung durch die Zentrale Informationskommission (KIP). Am Dienstag, dem 13. Januar 2026, genehmigte das Panel der KIP-Kommissare einen Antrag auf Streitbeilegung, der von dem Beobachter der öffentlichen Politik Bonatua Silalahi eingereicht wurde. Das Urteil für Fall Nr. 074/X/KIP-PSI/2025 wurde vom Panelsitzungsvorsitzenden Handoko Agung Saputro im KIP-Gerichtssaal in Jakarta verlesen. „Wir entscheiden, den Antrag vollständig anzunehmen“, sagte Handoko. Das Urteil erklärt die Kopien des Bachelor-Diploms im Namen von Joko Widodo zu öffentlichen Informationen. Die Generalwahlausschuss (KPU) RI ist verpflichtet, sie bereitzustellen, sobald das Urteil Rechtskraft erlangt. „Wir weisen den Beklagten (KPU RI) an, die Information in Absatz 62 dem Antragsteller zu übermitteln“, fügte er hinzu. Die KPU hat 14 Tage, um vor dem Staatlichen Verwaltungsgericht (PTUN) Berufung einzulegen. Wird keine Berufung eingelegt, wird das Urteil gerichtlich durchgesetzt. In der Zwischenzeit wurden in dem von der Polda Metro Jaya bearbeiteten Fall der Diplomsfälschung die Akten dreier Verdächtiger – einschließlich Roy Suryo und Rismon Sianipar – an die Staatsanwälte übergeben. Koordinator von FPIR Fauzan Ohorella drängte die Ermittler, den fast 100 Tage alten Fall schnell zu klären. „Die Beweise sind sehr stark, von Labor-Forensiktests bis zu Vergleichsdaten von Absolventen der Forstfakultät der UGM“, sagte Fauzan am 14. Januar 2026. Das originale Bachelor-Diplom in Forstwirtschaft Nr. 1120, NIM 1681KT, datiert auf den 5. November 1985, wurde durch forensische Untersuchung als identisch erklärt. Fauzan betonte die Notwendigkeit der Übergabe an die Staatsanwaltschaft, um Spekulationen und gesellschaftliche Polarisierung zu vermeiden. Er stellte auch die Anwendung des neuen Strafgesetzbuchs Artikel 436 infrage, das als geringfügige Beleidigung klassifiziert wird.