James Harden, nun bei den Cleveland Cavaliers nach seinem fünften Transfer, hat seine Ansichten zur Loyalität in der NBA geteilt. Er argumentiert, dass die Liga im Kern ein Geschäft ist, bei dem Entscheidungen finanzielle und organisatorische Bedürfnisse über persönliche Bindungen stellen. Harden greift auf eigene Erfahrungen zurück, um diese Sicht zu illustrieren.
James Harden lernte die geschäftliche Seite der NBA mit 23 Jahren kennen. Nachdem er zum Finaleinzug der Oklahoma City Thunder beigetragen hatte, wurde er vor der Saison 2012-13 aufgrund eines Vertragsstreits zu den Houston Rockets transferiert.nnnDieser frühe Transfer prägte Hardens Sicht auf Teamwechsel. Kürzlich beschrieb er Loyalität als überschätzt in der Liga. „Das ganze ‚Loyalitäts‘-Ding, ich finde es überschätzt“, sagte er. „Am Ende des Tages ist es ein Geschäft, mit viel Geld im Spiel und vielen Entscheidungen, die getroffen werden müssen.“nnHarden betonte, dass Teams Spieler transferieren können, die unterperformen oder nicht mehr ins Konzept passen. Ähnlich sollten Spieler, die mit ihrer Situation unzufrieden sind, neue Chancen per Transfer suchen. „Nicht nur in der NBA, sondern Leute mit normalen Jobs haben dieselben Probleme“, fügte er hinzu. „Es wird nur nicht so aufgebauscht.“nnIn seiner 17-jährigen Karriere hat Harden in mehreren Teams Erfolge gefeiert und verkörpert die moderne NBA-Mobilität. Er gehört zum NBA 75th Anniversary Team, war liga-MVP, 11-facher All-Star, achtmaliger All-NBA-Auswahl, dreifacher Scoring-Champion und Sixth Man of the Year in seiner Thunder-Zeit neben Kevin Durant und Russell Westbrook.nnWährend die meisten Erfolge bei den Rockets fielen, dreht sich Hardens Vermächtnis um seine Scoring-Fähigkeiten statt um langfristige Bindung an eine Franchise. Er priorisiert Titelchancen und finanzielle Sicherheit. „Die Meisterschaft gewinnen, oder zumindest die Chance haben, und finanziell entlohnt werden für Verfügbarkeit und Spielen auf höchstem Niveau über so lange Zeit“, sagte er. „Am Ende ist es ein Geschäft. Spieler sollten tun, was am besten für sie ist, und das Front Office, was am besten für sie, ihren Eigentümer und die Organisation ist.“