Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat bekräftigt, dass Europäer ihre eigene Sicherheit übernehmen können und müssen. Er reagiert auf Aussagen des NATO-Generalsekretärs Mark Rutte, der die Abhängigkeit Europas von den Vereinigten Staaten betonte. Diese Austausche unterstreichen anhaltende Debatten über die europäische strategische Autonomie.
Am Montagabend reagierte Jean-Noël Barrot, französischer Außenminister, direkt auf Aussagen von Mark Rutte, NATO-Generalsekretär, die dieser vor dem Europäischen Parlament in Brüssel gemacht hatte. Rutte hatte behauptet, Europa könne sich ohne Hilfe der USA nicht allein verteidigen, und betonte ihre gegenseitige Interdependenz. „Und wenn jemand hier immer noch denkt, dass die Europäische Union oder Europa insgesamt sich ohne die Vereinigten Staaten verteidigen kann, weiterträumen. Ihr könnt es nicht. Wir können es nicht, wir brauchen einander“, sagte Rutte den Abgeordneten des Europäischen Parlaments während einer Fragerunde. Er fügte hinzu, dass der Aufbau einer europäischen Verteidigungsallianz ohne die USA nicht 5, sondern 10 Prozent des BIP kosten würde und eine eigene nukleare Abschreckungskapazität erfordern würde. „Das kostet Milliarden und Abermilliarden Euro. Und in diesem Szenario würdet ihr den ultimativen Garanten unserer Freiheit verlieren, nämlich den amerikanischen Atomschirm. Viel Glück also!“, spottete er. Darauf postete Barrot auf X: „Nein, lieber Mark Rutte. Europäer können und müssen ihre Sicherheit selbst in die Hand nehmen.“ Er fuhr fort: „Sogar die USA stimmen zu. Es ist der europäische Pfeiler der NATO.“ Diese Aussagen fallen in Diskussionen über die Stärkung der europäischen Verteidigung innerhalb der Atlantischen Allianz, wo der Beitrag des europäischen Pfeilers zunehmend hervorgehoben wird.