Der Gauteng High Court in Pretoria hat das Urteil im Eilantrag des suspendierten Public Investment Corporation (PIC) CEO Patrick Dlamini auf Wiedereinsetzung zurückgestellt. Dlamini argumentiert, dass die Entscheidung des Verwaltungsrats, ihn zu suspendieren, rechtswidrig sei und allein der Finanzminister die Befugnis für ein solches Vorgehen habe. Der Fall wurde am 28. Juli 2026 von Richter Mandla Mbongwe verhandelt.
Dlamini macht geltend, dass die Suspendierung gegen das Public Investment Corporation Act, das Memorandum of Incorporation sowie die Delegationsbefugnisse verstoße, die ausschließlich dem Minister die Macht zur Ernennung, Disziplinierung oder Suspendierung des CEO übertragen. Er behauptet zudem, dass der Verwaltungsrat die Verfahrensgerechtigkeit verletzt habe, indem die Entscheidung an die Öffentlichkeit durchsickerte, bevor eine formelle Mitteilung zugestellt wurde.
Die zivilgesellschaftliche Organisation Public Interest SA, die dem Verfahren als Unterstützer des Gerichts (Amicus Curiae) beitrat, zeigte sich mit den vorgebrachten Argumenten zufrieden. Der Vorsitzende Tebogo Khaas erklärte, der Richter habe die Stärke der Eingaben nicht erwartet und die Angelegenheit liege nun beim Gericht.
Dlamini erklärte, eine sofortige Wiedereinsetzung sei notwendig, um Stabilität für die 1,7 Millionen Begünstigten des öffentlichen Dienstes zu gewährleisten. Der Verwaltungsrat hält daran fest, dass er im Rahmen seiner treuhänderischen Pflichten gehandelt habe, um schwerwiegende Anschuldigungen aus einer Whistleblower-Beschwerde zu untersuchen.