Der kenianische Marathonmeister Albert Korir wurde vorläufig von der Athletics Integrity Unit (AIU) gesperrt, weil er die verbotene Substanz CERA verwendet haben soll. Der 31-Jährige, bekannt für seinen Sieg beim New York City Marathon 2021, gewann dort kürzlich Bronze. Diese Sperre verbietet ihm das Training bis zur Klärung seines Falls.
Albert Korir, ein prominenter kenianischer Langstreckenläufer, wurde am 12. Januar 2026 vorläufig von der Athletics Integrity Unit (AIU) gesperrt. Die AIU bestätigte, dass der 31-Jährige des Verdachts auf Verwendung der verbotenen Substanz Continuous Erythropoietin Receptor Activator (CERA), einer drittgenerationalen Form von EPO (Erythropoietin), überführt wird. Dieses Medikament regt das Knochenmark an, mehr rote Blutkörperchen zu produzieren, was die Sauerstofftransportkapazität und die Ausdauerleistung verbessert. „Die AIU hat Albert Korir (Kenia) vorläufig gesperrt wegen Vorhandensein/Verwendung einer verbotenen Substanz (CERA)“, teilte die AIU mit. Nach den Regeln der World Anti-Doping Agency (WADA) fällt CERA unter S2: Peptidhormone, Wachstumsfaktoren, verwandte Substanzen und Mimetika, was es illegal macht. Korir, Sieger des New York City Marathon 2021 und Dritter 2024 mit einem Preisgeld von 5,1 Millionen Ksh (40.000 USD), ist nun von Wettkämpfen ausgeschlossen, bis sein Fall verhandelt und ein endgültiges Urteil gefällt wird. Bei Schuldfeststellung droht Korir eine automatische Sperre gemäß den Vorschriften von World Athletics und WADA. Ein Schuldspruch könnte Resultate ab dem Verstoßdatum disqualifizieren, was Medaillen, Platzierungen, Punkte und Startgelder kostet. Dies wäre ein schwerer finanzieller Schlag, insbesondere nach seinem kürzlichen Preissieg. Kürzlich erhielt eine weitere prominente kenianische Athletin, die Weltrekordhalterin im Marathon Ruth Chepng'etich, eine dreijährige Sperre nach Geständnis von Dopingverstößen. Korirs Sperre ist ein weiterer Rückschlag für die kenianische Leichtathletikgemeinschaft.