Die Kenya Human Rights Commission hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie den Präsidenten von Kenia, Tansania und Uganda vorwirft, für das Verschwindenlassen von Personen und die Unterdrückung von abweichenden Meinungen verantwortlich zu sein.
Die Kenya Human Rights Commission veröffentlichte am 29. Juni eine Erklärung, in der sie die Präsidenten William Ruto, Samia Suluhu Hassan und Yoweri Museveni mit einem Muster aus Entführungen, Folter und dem Mundtotmachen von Kritikern in Verbindung bringt. Die Erklärung forderte die Staatschefs dazu auf, das Verschwindenlassen von Personen zu beenden, alle vermissten Personen ausfindig zu machen und die Verantwortlichen strafrechtlich zu verfolgen. Zudem forderte sie den Rücktritt des kenianischen Polizeichefs Douglas Kanja sowie seines Stellvertreters. Zu den spezifisch genannten Fällen gehören die Verhaftung von sieben kenianischen Menschenrechtsverteidigern am 25. Juni sowie die gemeldete Entführung des Aktivisten David Nikindikwa in Tansania am selben Tag. Die Kommission forderte die Behörden zudem dazu auf, drei vermisste Aktivisten aufzufinden und denjenigen, die wieder aufgetaucht sind, medizinische Versorgung zukommen zu lassen.