Mohamed Amra, ein Drogenhändler, der bei einem Gefangenentransport in Eure entkam, verließ sich für seinen letzten Abschiedsflug auf diskrete Freunde aus Rouen. Ein Jahr nach dem Ende seiner Flucht tauchen Details zu seinen Aktivitäten in Marrakesch und Rouen auf. Am 6. Februar 2025 wurde er in Österreich mit gefälschten Papieren kontrolliert.
Mohamed Amra war neun Monate zuvor bei einem Gefangenentransport in Eure, Frankreich, entkommen und wurde zum Staatsfeind Nummer eins, der von allen europäischen Polizeikräften gejagt wurde. In den letzten Momenten seiner Flucht, die vor einem Jahr endete, konnte er nicht mehr auf die Unterstützung seines 'BMF'-Netzwerks zählen, da die Überwachung durch die Ermittler zugenommen hatte. Er wandte sich dann an diskrete Freunde aus Rouen, die ihm halfen, französisches Territorium mit gefälschten Papieren zu verlassen. Amra arbeitete als Fälscher in Marrakesch und als Logistiker in Rouen, wie die Enthüllungen zeigen. Am 6. Februar 2025, gegen Mittag, fuhr Nasser A. einen Mercedes CLA 45 auf einer österreichischen Autobahn Richtung Bratislava. Im Kofferraum befanden sich 'neue Vuitton-Turnschuhe' und Parfums, während ein 'großes Bündel Scheine' im Handschuhfach lag. Bei einer Kontrolle in der Nähe einer Industriezone befragten zwei Polizistinnen den Mann neben dem Fahrer, der als Amra identifiziert wurde und einen gefälschten Ausweis benutzte. Auf Englisch mit Fehlern beantwortete er die Fragen. Eine Beamtin prüfte sein iPhone, was ihn beunruhigte: 'Sie hatte es zu lange behalten, er wusste nicht, was sie damit gemacht hatte.' Die Polizei ließ sie schließlich weiterfahren. Diese Details aus exklusiven Ermittlungen beleuchten Amras Bemühungen, der Gefangennahme zu entgehen; in einigen Nachrichten wurde er 'Fantômas' genannt.