Weiterführende Schulen in ganz Kenia stehen vor einer Verwaltungskrise, da sich hunderte Schulleiter auf ihre Pensionierung in diesem Jahr vorbereiten. Vielen fehlen stellvertretende Schulleiter oder kommissarische Vertretungen, die einspringen könnten. Das Problem betrifft insbesondere benachteiligte Landkreise und wirft Bedenken hinsichtlich der Umsetzung des Lehrplans auf.
Weiterführende Schulen in ganz Kenia kämpfen mit einer drohenden Verwaltungskrise aufgrund der Pensionierung hunderter Schulleiter in diesem Jahr. Vielen Einrichtungen fehlen derzeit substantielle oder kommissarische stellvertretende Schulleiter, die unmittelbar nach dem Ausscheiden die Führung übernehmen könnten. Die Herausforderung ist in benachteiligten Landkreisen besonders akut, da beförderte Stellvertreter häufig Versetzungen ablehnen.
Die Teachers Service Commission (TSC) sieht sich Kritik ausgesetzt, da Beförderungen von Lehrkräften zu stellvertretenden Schulleitern gemäß den Laufbahnrichtlinien nach mehr als fünf Jahren an einer Dienststelle verzögert werden. Es bestehen Diskrepanzen bei Beförderungen zwischen den Landkreisen, wobei einige Regionen qualifizierte Lehrkräfte befördern, während dies in anderen nicht geschieht. Die Kenya Union of Post-Primary Education Teachers (KUPPET) hat gewarnt, dass das Führungsvakuum den Unterricht und die Abdeckung des kompetenzbasierten Lehrplans (CBE) an höheren Schulen stören könnte.
Im Landkreis Trans Nzoia stehen über 40 Schulleiter kurz vor der Pensionierung, ohne dass Stellvertreter bereitstehen. Kwanza verzeichnet 9 solcher Fälle, Trans Nzoia East 15, Trans Nzoia West 9 und Endebess 8; bei den beiden letztgenannten handelt es sich um Härtefallregionen. Der Sprecher der Nationalversammlung, Moses Wetang’ula, wies kürzlich auf den Mangel an 28 Lehrkräften an der Kolongolo Girls Secondary School dort als Beleg für breitere Ungleichgewichte hin.
Lehrkräfte drängen die TSC dazu, die Lücken umgehend zu schließen, um das Schulmanagement und die Qualität des Unterrichts zu sichern. Städtische Schulen bleiben überbesetzt, während ländliche Gebiete unter Mangel leiden, trotz der Behauptung der Regierung, über 100.000 Lehrkräfte eingestellt zu haben.