Menschenrechtsminister Natalius Pigai betonte, dass Verbote von Filmvorführungen oder kollektiven Sichtungen nicht einseitig ohne Rechtsgrundlage und gerichtlichen Beschluss verhängt werden dürfen.
Pigai äußerte sich dazu in Jakarta im Zuge der Kontroverse um die Verbote von Gruppenvorführungen des Dokumentarfilms 'Pesta Babi' in mehreren Regionen und an Universitäten.
Laut Pigai können Einschränkungen für Filmwerke nur durch die gesetzlich geregelten rechtlichen Mechanismen erfolgen. Er betonte, dass Gruppen oder Einzelpersonen ohne gesetzliche Befugnis kein Recht haben, Filmvorführungen im öffentlichen Raum zu untersagen.
"Film itu hanya boleh dilarang menurut keputusan pengadilan, menurut undang-undang" (Filme dürfen nur auf Grundlage einer gerichtlichen Entscheidung und gemäß dem Gesetz verboten werden), so Pigai. Er fügte hinzu, dass Parteien, die sich benachteiligt fühlen, eher um Aufklärung suchen oder einen eigenen Film produzieren sollten, anstatt Verbote zu verhängen.
Pigai erklärte zudem, dass Filmwerke ein Ausdruck gesellschaftlicher Kreativität seien, die als Teil der Meinungsfreiheit in einem demokratischen Land respektiert werden müsse.