Kenianische Abgeordnete haben einen Antrag eingebracht, um die Vorschriften abzuschaffen, die Eltern dazu verpflichten, Schuluniformen bei bestimmten Anbietern zu kaufen und zusätzliche Gebühren zu entrichten. Der vom Abgeordneten für Nyeri Town, Duncan Mathenge, eingebrachte Vorstoß zielt darauf ab, das Recht von Kindern auf kostenlose Grundschulbildung zu wahren. Sollte er angenommen werden, würde dies die finanzielle Belastung für Eltern verringern.
Mitglieder des kenianischen Parlaments haben über einen Antrag des Abgeordneten für Nyeri Town, Duncan Mathenge, debattiert, um die Schulpraxis bezüglich Uniformen und Zusatzgebühren zu regulieren. Der Antrag beruft sich auf die Artikel 53 und 43 der Verfassung, die einen gerechten Zugang zu Bildung vorschreiben und das Kindeswohl in den Vordergrund stellen. Zu den wichtigsten Vorschlägen gehört es, Eltern zu erlauben, Schuluniformen bei jedem Anbieter zu kaufen, der die schulischen Standards erfüllt, sowie das Verbot, Schüler wegen nicht gesetzlich vorgeschriebener Gebühren wie etwa für Schulspeisungen, Nachhilfeunterricht oder Sport nach Hause zu schicken. Mathenge erklärte: „Bestimmte Verwaltungspraktiken an Schulen, insbesondere der verpflichtende Bezug von Uniformen über designierte Verkaufsstellen, behindern Schüler beim Lernen.“ Die Abgeordnete für Naivasha, Jayne Kihara, argumentierte: „Der Bildungssektor bricht zusammen. Das Bildungsministerium handelt nicht, und die Eltern leiden wirtschaftlich.“ Der Abgeordnete für Funyula, Gideon Ochanda, kritisierte die uneinheitliche Schulpolitik mit den Worten: „Jede Schule macht, was sie will, und während sie das tut, sind es die Kinder, die leiden. Schüler werden wegen Angelegenheiten wie Essen, Sport und anderen Dingen nach Hause geschickt.“ Der Antrag weist den Kabinettssekretär für Bildung an, in Absprache mit der Lehrergewerkschaft (Teachers Service Commission, TSC) innerhalb von 90 Tagen einen Regulierungs- und Durchsetzungsrahmen zu entwickeln.